Center Parcs-Test in der Heide

3. Oktober 2015
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Vor ein paar Wochen flatterte mir eine Mail der Wellness-Bummler ins Haus. Ob ich an einem Bloggerwochenende in der Lüneburger Heide teilnehmen möchte, untergebracht im Center Parc Bispingen. Ich habe nicht lange gezögert und sofort zugesagt. Die Heide steht seit Jahren irgendwo auf meiner Liste, aber sie rutscht irgendwie immer wieder durch und andere Ziele erhalten den Vorzug. Diese Gelegenheit war perfekt! Ich war im Sauerland bereits ein mal als Tagesgast in einem Schwimmbad im Center Parc Hochsauerland und dort auch in der pSauna. Ansonsten wusste ich eigentlich nichts über die Anlagen. Es bot sich also die perfekte Option zum kennen lernen. Und dann natürlich auch noch der Austausch mit anderen Bloggern, ein Programm mit Action und Wellness und überhaupt endlich mal wieder ein Wochenende raus aus dem Alltag.

Am Freitag ging es am späten Vormittag los und relativ staufrei kamen wir um 16.30 Uhr in Bispingen an. Die Fahrt zieht sich ganz schön, dachte ich mir da schon. Vielleicht hätten wir mit dem Zug fahren sollen, per ICE geht das bis Lüneburg. Aber der Aufwand dann noch nach Bispingen zu kommen war uns einfach zu groß. Und bei der Bahn weiß man ja nie so genau. Wir kamen jedenfalls ohne Bahn gut an und bezogen als eine der Ersten ein Haus. Wir teilten das Haus mit einem weiteren Pärchen, denn so ein Bungalow hat drei Schlafzimmer mit sechs Betten. So war also auf jeden Fall genug Platz für uns Vier.

Überrascht war ich erst mal, wie schön die Häuser gelegen sind. Man fühlt sich mitten in der Natur. Das kann man positiv oder negativ sehen. Auf der einen Seite wurde die Anlage also schön in die Umwelt integriert. Auf der anderen Seite wurde für den Parc ein ganzes Stück pure Natur zerstört. Wenn ich dann aber noch etwas über meinen Negativpunkt nachdenke, dann ist das ja bei jeder Ferienanlage so. Unser Bungalow ist jedenfalls einladend, mir gefällt es. Wir haben eine kleine Veranda und es ist schade, dass uns das ganze Wochenende relativ frische Temperaturen und Regen begleiten, so dass wir die Veranda mit Blick in den Wald kaum nutzen. Die Häuser links und rechts von uns sehen wir von unserer Veranda aus nicht, nur das Grün des Waldes.

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Bemerkenswert sind die weichen Matratzen in den schlichten, aber völlig ausreichenden Schlafräumen. Viele Belgier und Niederländer besuchen Center Parcs, und sie schlafen für gewöhnlich lieber etwas weicher als die deutsche Bevölkerung. Einige unserer Mitblogger schimpften ein bisschen über die relativ weichen Matratzen, doch für uns war das wunderbar. Wir haben geschlafen wie ein Stein und sind endlich auch mal ohne Rückenschmerzen aufgewacht. Betonen muss man auch, dass die Matratzen nicht weich sind, weil sie durchgelegen wären, sondern weil sie eben von Anfang an eine weichere Füllung haben.

Am ersten Abend bekamen wir eine Führung durch den Market Dome und somit einen ersten Überblick über die Aktivitäten. Das Leben der Center Parcs spielt sich im Großen und ganzen im Market Dome ab. Hier gibt es Restaurants, Sportmöglichkeiten, eine Sportsbar mit Bowling, das große Schwimmbad AquaMundo, den Wellnessbereich und diverse Abendveranstaltungen (Crazy Bingo, juhu!). Nur einzelne Aktivitäten sind ausgelagert, beispielsweise das Laser Battle findet im Wald statt. Der Market Dome selber wirkt irgendwie auch ein bisschen wie ein Urwald. Obwohl es sich um eine große Halle mit unzähligen Geschäften handelt, ist alles wahnsinnig grün. Der Dome ist tropisch gestaltet mit unheimlich vielen Palmen und einer Wasserlandschaft. Wir finden zwei Flamingos und als ich das Ganze schon mies finde, erfahre ich, dass es sich bei Tieren in CenterParcs im Normalfall um geschmuggelte Tiere handelt, die nicht mehr zurückgeführt werden dürfen. Nun, dann sitzen sie lieber in einem Center Parc als in einem kleinen Käfig irgendwo beim Zoll. Und besonders für die Kinder sind sie auch ein Blickfang.

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Beim folgenden Abendessen am reichhaltigen Buffet (jeden Tag gibt es ein anderes Motto) gab es den ersten Austausch und das erste Kennenlernen anderer Blogger. Und danach? Der Abend war ohne festen Programmpunkt, so dass wir uns selber noch was überlegen konnten. Mit dem Essen fertig waren wir gegen 20.30 Uhr. Die Sauna schließt um 20 Uhr, das Schwimmbad um 21 Uhr. Was machen wir nun? Wir überlegen uns, dass wir ja noch zum Bowling könnten und fragen nach. Aber jetzt um 21 Uhr sind alle Bahnen belegt, wir könnten erst um 22 Uhr spielen. Das ist ein bisschen spät, zumal wir die Stunde ja auch irgendwie überbrücken müssten und wir überlegen nach Alternativen. Da uns von selbst keine einfällt fragen wir nach, was wir jetzt noch tun können und erhalten „Ja nix!“ als Antwort. Hier zeigt sich ganz deutlich, dass sich Center Parcs auf Familien spezialisiert hat. Wenn die Kinder um 20 Uhr ins Bett müssen, dann bleiben die Eltern in den Bungalows und veranstalten dort einen DVD-Abend oder einen Spieleabend oder Ähnliches. Große Veranstaltungen braucht es dann logischerweise nicht mehr. Der Market Dome ist auch wirklich schon recht leer gefegt. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten würden wohl recht leer stehen. Wir sind nun die Leidtragenden, weil wir ja keine Ahnung von Center Parcs und dem Leben darin hatten. Wäre uns das etwas früher gekommen, hätten wir vielleicht schon im Voraus eine Bahn reserviert. So gingen wir eben zurück ins Haus und quatschten noch ein bisschen. Wir hatten trotzdem einen lustigen Abend.

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Am Samstag startete dann unser Wohlfühlprogramm. Nach dem Frühstück (ebenfalls ein sehr reichhaltiges Buffet mit allem, was unsere Herzen begehren) dürfen wir zum Wellness. Zuerst geht es zum Floating. Das gibt es in unterschiedlichen Varianten. Im Center Parcs handelt es sich um ein offenes rundes Becken, ähnlich wie ein Whirlpool. Das Licht im Raum erlischt und der Raum wird nur noch aus dem Wasser heraus farbig beleuchtet, so dass eine entspannende Atmosphäre entsteht. Der Salzgehalt im Wasser ist sehr hoch und wir werden durch eine leichte Strömung langsam im Kreis gedreht. Alle Muskeln können hierbei entspannen und der Druck aus den seitlichen Düsen ist so sanft, dass er um die Schultern streichelt, wenn er uns weiter bewegt. Ich lasse auch die Nackenmuskeln los und die einzigen Muskeln die ich dann noch anspannen muss sind die Augenlider, denn meine Augen befinden sich dann unter Salzwasser. Nur meine Nase ragt noch hinaus. Nach dieser Prozedur sind wir bereits gut entspannt, aber es geht noch weiter! Während Carina in den Ruheraum gebracht wird, darf ich eine Kosmetikbehandlung für mein Gesicht machen. Meine wie ich dort erfahre schöne Mischhaut wird mit Milch und Schaum gereinigt und erhält ein Peeling. Die folgende Maske wird mir einmassiert, und jegliche noch vorhandene Anspannung fällt dabei von mir ab. Danach ist Carina dran und sie erhält eine Teilkörpermassage, was besonders ihren ständig schmerzenden Schultern und dem Nacken gut tut.

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 Center Parcs haben einen wahnsinnigen Durchlauf an Menschen, aber im Wellnessbereich war davon nichts zu merken. Keine Spur von Massenandrang, Fließband oder Ähnlichem. Ganz im Gegenteil: als unsere Tür vom Floating auf ging wartete bereits eine Mitarbeiterin im ansonsten leeren Gang auf uns und leitete uns in die nächsten Räume. Nach unsere Wohlfühlprogramm geht es schnell weiter. Durch den starken Regen machen wir uns auf den Weg zurück zu unserem Bungalow und fühlen uns wie neu geboren.

Im Bungalow angekommen sind wir recht nass, wir wechseln also die Klamotten kurz danach ging es nämlich zum Laser Battle. Ich war schon ein paar mal Lasertag spielen und denke daher, dass es sich um das Gleiche handelt. Also dunkle Kleidung anziehen und dunkle Schuhe. Als wir dann am Gelände ankamen erwies sich das als Fehler. Wir befanden uns nicht in einem Raum, der nur mit Schwarzlicht ausgeleuchtet wurde, sondern mitten im Wald mit ein paar Holzkisten und Paletten. Bei diesem Wetter bedeutet das nass und dreckig! An sich nicht schlimm, aber wenn man gerade seine besten Schuhe angezogen hat, dann ist das doch ärgerlich. Nichtsdestotrotz hatten wir beim Spiel irre Spaß.

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Das Ganze funktioniert ähnlich wie Lasertag, allerdings schießt man beim Laserbattle nicht auf den Menschen und seine Weste sondern auf die Waffe. Die Waffe hat einen Infrarotkasten angebracht, der eine Art Schirm erzeugt. Dieser Schirm ist die Trefferfläche. Wir spielten eine Stunde mitten im Matsch, wurden nass und wirklich dreckig. Ich bürste später am Abend meine Schuhe wieder und bekomme sie einigermaßen hin, doch erst mal sehen sie so aus, als könnte ich sie weg werfen. Ich war unsicher, ob das Ganze etwas für Carina wäre, doch auch sie hat irre Spaß dabei. Unschlau war jedoch, dass wir unser Wellnessprogramm vor dem Battle hatten anstatt danach. Durch die Action war fast die ganze Muskelentspannung wieder dahin. Trotzdem fühlten wir uns gut und die vorher durch den Regen getrübte Laune war wieder on top.

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Danach mussten wir uns sauber und trocken bekommen, und durch die doch relativ langen Wege im Park (das ist aber gut so, denn so sitzt man nicht eng aufeinander sondern hat das Gefühl von Natur um einen herum) haben wir recht lange gebraucht, um zu unserem Bungalow zu kommen und somit haben wir eine Führung durch den Parc mit einigen Spezialitäten verpasst. Der Center Parc Bispingen hat nämlich Hausboote und Baumhäuser, wobei die Baumhäuser eigentlich so etwas wie Pfahlhäuser sind. Außerdem verpassten wir auch noch den Ausflug zur Iserhatsche, die mich doch interessiert hätte. Unsere Bloggerkollegen haben sie gesehen, wir nicht. Aber gesund bleiben und sich wieder aufwärmen und auch noch etwas entspannen hatte dann doch Priorität. Und wann sonst hätten wir unsere Saunagutscheine nutzen sollen?

Also wieder zu Fuß durchs Gelände, mit den Badesachen im Gepäck. Im Market Dome gingen wir durch den Eingang im Wellnessbereich in die Sauna, was wir als angenehmer empfanden als durch das Schwimmbad zu gehen. Im Saunabereich fühlten wir uns schnell wohl, und dieses Gefühl kannte ich auch aus dem Hochsauerland. Eine liebevolle Gestaltung sowohl innen als auch außen mit verschiedenen Saunen und Heißräumen (zum Beispiel einem Solebad im ägyptischen Stil) sorgten für ein sehr schnelles Entspannen. Dass der Weg in die Sauna die richtige Entscheidung war zeigte sich spätestens dadurch, dass meine Haut und mein Körper so ausgekühlt war, dass ich erst im dritten Saunagang (und das war ein Aufguss) nicht mehr kalt war. Ich hatte zwar nicht gefroren, aber mein Körper selbst war richtig kalt. Wir gönnten uns einen Molkedrink und entspannten weiter. Ein richtiges Wohlfühlen machte sich breit. Die Saunalandschaft war nicht besonders voll, was wir als sehr angenehm empfanden. Wie häufig muss man schon eine Viertelstunde vor dem Aufguss in der Sauna Platz nehmen, damit man eine Chance auf einen Platz hat. Schrecklich, denn nach einer Viertelstunde reicht es eigentlich bereits. Ich hasse dieses Getümmel und empfand es als sehr angenehm, dass sich diese Dränglerkultur hier nicht breit gemacht hat.

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Nach zwei Stunden in der Sauna (eigentlich viel zu kurz!) machten wir uns auf den Weg zum Abendessen. Das musste so früh sein, damit wir danach auch noch Zeit für den Besuch im Schwimmbad AquaMundo hatten. Die Öffnungszeiten sind wie schon erwähnt relativ begrenzt, und wenn man viel sehen will, muss man es sich eben gut einteilen. Oder länger bleiben als wir die Möglichkeit dazu hatten.

Unter dem Motto des Abendessens konnten wir uns gar nichts vorstellen. Das Thema war „Orry“. Orry ist wohl eine Art Maskottchen des Center Parc, denn wir fanden auch Merchandise-Artikel von ihm. Was man sich aber unter einem derartigen Buffet vorstellen kann, war uns natürlich nicht bekannt. Ich werde jetzt nicht zu viel verraten, aber wir waren vollauf zufrieden! Mein Highlight waren kleine Rindersteaks, heute perfekt medium. Natürlich mag man nicht immer Alles, was auf einem Buffet vertreten ist, aber wenn die Auswahl groß genug ist, macht das gar nichts aus. Ich fand hier zum Beispiel Hawaii-Fleisch, ich glaube es war Pute mit Ananas und Schinken. So gar nicht meins. Aber Carina fand es toll. Ich war dafür ein Fan der Gorgonzolasauce, sie wiederum nicht. Die Auswahl hier ist so groß, dass man ohne Probleme mehrere Gerichte probieren kann, auch wenn man nicht alles Angebotene mag.

Beim Abendessen trafen wir uns auch alle wieder. Unsere Kollegen schwärmten uns bereits vom Schwimmbad vor, wir müssen da unbedingt rein, wurde uns gesagt. Das war ja sowieso unser Plan für den Abend. Doch vorher wollten wir noch eine Flasche Wein im Supermarkt kaufen, da wir ja um die eingeschränkten Unterhaltungsmöglichkeiten am Abend wussten. Und da waren wir gerade noch schnell genug! Gerade wurde das Gitter zugeschoben, als wir ankamen. „Haben Sie schon zu?“ fragte ich und erhielt als Antwort „nicht wenn Sie schneller drin sind als ich zu habe!“ und der nette Herr wartete. Wir beeilten uns und wählten Wein und Hugo und waren schnurstracks wieder draußen und im Schwimmbad. Was wir nicht gedacht hätten: die Preise im parkeigenen Supermarkt sind sehr nah an den Preisen der „normalen“ Supermärkte.

Das AquaMundo muss man wirklich loben. Wir mochten gleich schon mal den Stil des Schwimmbads. Bereits die Duschen sind nicht einfach normale Duschen, sondern sie sind mit Felsrelief verkleidet. Man duscht also fast wie unter einem Wasserfall. Im Innenraum ist alles voll mit Palmen und Pflanzen und alles ist recht verwinkelt, so dass es nicht wie eine große Schwimmhalle wirkt sondern recht privat. Es gibt hier mehrere Rutschen und wir haben alle probiert, obwohl Carina gar kein Rutschenfan ist. Eine davon sind wir gleich drei mal gerutscht, was ja der Beweis für Spaß ist. Mir persönlich gefiel eine dunkle Rutsche am besten, in der man doch rasant schnell wird. Besonders erwähnenswert finde ich auch, dass man die Rutschen nicht sieht. Sie sind so von Palmen, Felsen und Brücken verdeckt, dass sie gar nicht auffallen. Im Außenbecken gibt es dann noch etwas ganz besonderes, nämlich einen Wildwasserfluss. Das kennt man ja im Normalfall als kleinen Kreis, in dem man ein bisschen herum getrieben wird. Nicht so im AquaMundo! Die Bahn ist doch relativ lang und immer wieder gibt es leichte Barrieren, über die man getrieben wird und dann in eine Art Gegenstrudel kommt. Man ist zwar nicht extrem schnell, aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Leider habe ich mitten drin einen Krampf im Nacken bekommen, so dass wir sie kein zweites Mal gefahren sind. Einziger Negativpunkt war das Wellenbad. Die Wellenphase ist extrem kurz und die Wellen verdienen diesen Namen nicht. Lediglich für kleine Kinder sind sie vielleicht tauglich.  Die Schwimmzeit haben wir fast bis auf die letzte Minute ausgereizt, außerhalb des Wellenbeckens.

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Dann ging es zurück ins Haus und die Flasche Wein wurde geköpft und genossen. Wir hatten noch einen gemütlichen Abend mit unseren zwei Mitbewohnern Maike und Martin. Durch die ganzen Aktivitäten waren wir allerdings auch ziemlich müde und verschwanden recht schnell im Bett.

Das Frühstück am nächsten Morgen war ausgiebig, mit Pfannkuchen und Rührei und Obst und eigentlich Allem was das Herz begehrt. Direkt im Anschluss gab es für uns noch einen kleinen Workshop zum Thema Video, was ja eine Leidenschaft von mir und gleichzeitig eine Schwäche ist. Ich filme sehr gerne und ich habe irre viel Videomaterial, ich habe auch Programme zum Schneiden. Ich tu es nur nie. Vom Jakobsweg zum Beispiel habe ich wahnsinnig viele Filmsequenzen. Und war dabei auch einfallsreich. Ich weiß gar nicht, wie viele Meter ich zusätzlich gelaufen bin, nur um meine Schritte aus verschiedenen Perspektiven zu haben. Ich bin dabei aber leider zu perfektionistisch. Ich möchte dann nämlich zum Beispiel, dass der Takt der Musik im Video genau zu meiner Schrittgeschwindigkeit passt. Alles Andere wäre inakzeptabel. Ein paar Tipps haben wir erhalten und eine neue App fürs Filmen mit dem IPhone hab ich auch. Vielleicht wage ich mich ja doch mal ran!

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Nach dem Workshop war es Zeit, dass wir uns auf den Heimweg machten. Und das war es tatsächlich, denn der eigentlich gar nicht so tragische Heimweg stellte sich als nahezu endlos heraus. Direkt als wir auf die Autobahn fuhren, standen wir auch schon im Stau. Im Radio hieß es, dass man ungefähr eine halbe Stunde Zeitverlust hätte auf einer Strecke von knapp zehn Kilometern. Also einmal tief durchatmen und dann geht das schon. Doch das Radio hat leider drastisch gelogen. Für die ersten 40 Kilometer haben wir deutlich mehr als zwei Stunden gebraucht und das war nicht der einzige Stau auf dem Weg. Wenn wir dann mal nicht standen oder im Schneckentempo rollten, konnten wir auf eine Geschwindigkeit zwischen 80 und 100 km/h beschleunigen, mehr ging eigentlich auf so gut wie der ganzen Strecke nicht. Erst die letzten ungefähr 100 Kilometer hatten wir freie Fahrt. Am späten Abend kamen wir erst zuhause an und waren total fertig. Unsere schöne Erholung war fast dahin. Ich glaube, wir brauchen Urlaub!

Auch wenn das ganze Konzept auf Familien mit Kindern ausgelegt ist, haben wir doch einige Aktivitäten gefunden, die man auch als Erwachsene betreiben kann und die Spaß machen oder gut tun. Auch Paare können hier durchaus gute Zeit verbringen, wenn sie mit vielen Kindern um sich herum und der entsprechenden Lautstärke kein Problem haben.

Vielen Dank an Tanja vom Wellnes Bummler für die Organisation und auch für einige zur Verfügung gestellte Fotos! Vor lauter Action kamen wir kaum zum Knipsen. Wir wurden vom Center Parc Bispinger Heide  zu diesem Bloggerwochenende eingeladen. Meine Meinung bilde ich mir jedoch immer selbst und ich schreibe so, wie ich es empfunden habe, sowohl positiv als auch negativ, sie ist von einer Einladung unabhängig.

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