USA

Hollywood und Santa Monica

7. Februar 2014
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Gestern habe ich den Tag in den Universal Studios verbracht. Nicht weit davon befindet sich der Walk of Fame, und da ich mit der Metro in Richtung Hotel zurück wollte, habe ich schnell einen Stop eingelegt. Abgehakt, dachte ich. Doch dann machte nach wenigen Minuten mein Handyakku schlapp, so dass ich keine Fotos mehr schießen konnte. Ich habe ja nicht drei Akkus mitgenommen, zwei davon liegen intelligenterweise im Hotel. Nun gut, dann muss ich eben am nächsten Tag nochmal hierher kommen, was ja eigentlich sowieso mein Plan war. Es wäre aber zu schön gewesen, wenn man dies hätte heute schon erledigen können. Aber ich kann doch nicht die Hollywood Hills gesehen haben, ohne ein Foto davon zu schießen. Also geh ich gar nicht erst die Treppen hoch, den Anblick spare ich mir auch für den kommenden Tag.

Am nächsten Tag gleich nach dem Frühstück mache ich mich dann wieder auf den Weg. Diesmal sind drei geladene Handyakkus an Bord, und die digitale Spiegelreflexkamera ebenso. In L.A. fühle ich mich damit irgendwie nicht so wohl, daher habe ich sie bisher im Hotel gelassen. Heute aber soll sie zum Einsatz kommen. Ich fahre also wieder mit der Metro zur Station Hollywood/Highland (die Stationen sind hier nach den Straßenkreuzungen benannt, an denen sie liegen (Hollywood Boulevard und Highland Avenue) und dann geht es auch sofort die Treppen nach oben und ich erblicke bald den ersehnten Hollywood-Schriftzug in den Hügeln hinter der Stadt. Ich zücke meine Kamera, drehe den Schalter auf „on“ und es passiert gar nichts. Erneut heldenhaft was Akkus angeht ist mein Akku der Kamera schlicht leer. Das zieht sich jetzt nun schon seit einer ganzen Weile, dass ich zu blöd bin, meine Akkus vernünftig zu laden und muss sich dringend ändern! Wenn die Kamera nicht geht, muss ich das eben doch mit dem Handy erledigen. Da die Entfernung doch recht groß ist, ist dies hier das Beste, was ich als Ergebnis liefern kann.

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Danach will ich frustshoppen, doch auch das funktioniert nicht richtig. Ich habe zwar eine sehr große Auswahl an Shops hier, doch die gewünschten Skechers, auf die ich schon seit geraumer Zeit spekuliere sind mir auch hier zu teuer und bei den T-Shirts haut mich keine Auswahl so um, dass ich es wirklich haben will. Erst im Hardrock Café werde ich dann fündig mit einer Sweatjacke, die wahnsinnig kuschelig weich ist. Da ich bewusst kaum lange Klamotten mitgenommen habe, schlage ich hier zu.

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Da gestern ja wie bereits erwähnt mein Handyakku sehr schnell den Geist aufgegeben hatte, machte ich mich heute nochmal über den Walk of Fame, ging ihn ein ganzes Stück weiter als gestern und fand dabei diverse Namen, die ich auch gut finde und die ihren Platz dort auch in meinen Augen verdienen.

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Nachdem ich hier dann genug gesehen hatte, wollte ich nach Santa Monica und nach Venice. Ein bisschen Strand, ein mal am Pazifik. Ein bisschen Sonne tanken wäre auch toll gewesen, doch es war düster und grau, sah so aus als würde es bald regnen. Ich hoffte verschont zu bleiben und fuhr mit dem Bus. Busfahren ist so eine Sache in L.A., es dauert nämlich ewig! Ich musste ein mal Umsteigen, das war aber nicht das Problem. Es ist einfach alles viel weitläufiger als man es denkt, wenn man das kleine Stückchen auf der Karte ansieht. Dazu kommt eine Menge Verkehr und noch viel mehr Haltestellen. Ich fuhr im Metro Rapid Bus, der immerhin nur ungefähr jede fünfte Haltestelle auch tatsächlich ansteuert. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam ich dann endlich in Santa Monica an. Ich hatte inzwischen Durst und Hunger bekommen, und so suchte ich mir ein schönes kleines Café und genoss ein sehr leckeres Sandwich mit Tuna Salad. Essen ist in den USA übrigens wahnsinnig teuer.

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Ungefähr als ich mit dem Essen fertig war, begann sich meine Befürchtung zu bewahrheiten. Aus den mal ganz kurz zwei bis drei Tropfen Regen wurde richtiger Regen und es sah auch so aus, als würde es so schnell nicht wieder aufhören wollen. Ich artetet noch eine Weile, doch dann beschloss ich, dem Regen zu trotzen und dennoch aufzubrechen in Richtung Strand.

Santa Monica hat übrigens flächendeckend kostenloses WLAN, daran könnte sich Los Angeles (und eigentlich auch die meisten anderen Orte der Welt) ruhig mal ein Beispiel nehmen. Lediglich an der Spitze des Piers ist das Netz nicht mehr gut genug, um Sprachnachrichten und Bilder zu verschicken, aber am Strand geht es noch. Freundlicherweise macht dann sogar der Regen eine kleine Pause, während ich am Strand und am Pier unterwegs bin, so dass ich mit dem Tag wieder versöhnt bin.

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Am Strand finde ich dann auch zum ersten Mal die Lifeguard-Häuschen, die ich aus meiner späten Kindheit (oder waren es schon die frühen Teeniejahre?) aus Baywatch kenne. Gestern habe ich mich schon als ehemaliger Knight Rider Fan geoutet und heute folgt das ebenso peinliche Baywatch-Outing. Ja, ich fand es toll! Der Strand ist aber leer und das Häuschen geschlossen. Weder sexy Bikinis noch gestählte Sixpacks zu begutachten.

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Am Pier hätte ich dann fast nochmal geshoppt, ich fand da ein Shirt von Bubba Gump, das mir wirklich gefallen hat. Am Ende war ich dann aber zu geizig, heute nochmal Geld auszugeben für Klamotten wäre doch zu viel des Guten gewesen. Zumal ich bei Bubba Gump ja eigentlich hätte Shrimps kaufen müssen und nicht Shirts. Zu blöd, dass ich direkt vorher gegessen habe, denn eigentlich wusste ich von der Existenz des Shrimpsladens aus dem Film Forrest Gump, hatte nur nicht mehr daran gedacht.

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Kaum war ich mit dem Pier so gut wie fertig, sprich gerade auf dem Rückweg, begann es wieder zu regnen. Nicht nur ein paar Tropfen sondern ordentlich. Das störe meinen Plan, mich noch in Richtung Venice aufzumachen doch ordentlich. Ich habe nur ein Paar Schuhe dabei (will ja noch ein zweites kaufen), und die sind auch noch aus Stoff. Meine Füße sind bereits nass. Das sorgt für etwas Unmut und ich entscheide mich gegen ein Venice im Regen und für die Heimfahrt mit dem Bus, der genau vom Santa Monica Pier bis zu meinem Hotel fährt. Ich weiß, dass es weit ist und ich schätze die Fahrtzeit auf knapp zwei Stunden. So schlecht liege ich damit auch nicht, der Bus braucht gut zwei Stunden, bis er mich direkt vor meinem Hotel wieder ausspuckt. Die komplette Busfahrt über regnet es, so dass ich froh über meine Entscheidung bin. Venice ist dann eben ein anderes Mal fällig.

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