Ingolstadt – verbinde Arbeit mit Vergnügen

Nach so einer Woche hab ich mir das verdient…. manchmal war ich innerhalb der letzen Tage sogar zum Schlafen zuhause, aber auch nur jede zweite Nacht. Freizeit war fast gleich null bzw mit Terminen und Arbeit vollgestopft.

Es ist also Freitag Nachmittag und was mache ich direkt im Anschluss an einen 24 Stunden-Dienst? Ich schnappe mir einen Jugendlichen und wir machen einen Ausflug. Dies hat mehrere Vorteile. Zum Einen wurde es wirklich mal Zeit, dass wir eine Einzelaktion miteinander machen, somit habe ich das endlich erledigt. Wenn alles gut läuft, haben wir einen schönen Tag zusammen. Zum Anderen komme ich so kostengünstig bzw kostenlos nach Ingolstadt fahren. Dort stand nämlich das letzte Ingolstädter Vorbereitungsspiel vor dem Zweitligastart auf meinen Programm. Damit wir nicht nur zum Fußball schauen unterwegs sind, haben wir das noch mit einem Besuch im Ingolstadt Village verbunden, was für uns Beide, vor Allem aber meinen Jugendlichen wirklich nötig war.

Von innen erinnert mich das Teil ein bisschen an all die Dubai-Fotos, die ich immer so gesehen habe, wenn Freunde dort im Urlaub waren. Wird wohl Zeit, mich von der Realität dort zu überzeugen. Da wir 33 Grad haben und ich im Village auch Versace finde, fühle ich mich wirklich in dorthin versetzt 🙂

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Wirklich viele gute Angebote finden wir ehrlich gesagt leider nicht. Naja, gute Angebote sind es schon, aber wenn beispielsweise eine Jacke (Diesel) von 350 auf 250 Euro reduziert ist und es dann nochmal 30% drauf gibt, ist sie eben immer noch gut 100 Euro zu teuer. Immerhin finden wir am Ende Beide etwas, Beide lustigerweise im gleichen Laden und bei all den Läden, von denen ich dachte, dass wir dort vermutlich shoppen werden, gingen wir schneller wieder raus als rein.
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Als wir mit Shoppen fertig waren und der junge Mann schon wirklich dankbar, ging es dann erst mal quer durch die Stadt. Eigentlich hätte ich schlicht auf die Autobahn fahren können, damit wir aber auch noch was von Ingolstadt sehen, habe ich das nicht getan.

Die Stadt war dann irgendwie nicht so der Burner, mal abgesehen vom vielen Grün hätten wir auch in Fürth bleiben können. Irgendwann dann Navi an, da zwar das MTV-Stadion bereits drei mal angeschrieben war, der Audi Sportpark aber nie und dann recht zügig ins Stadion.
Ob der Temperaturen hatten wir Durst und holten uns erst mal was zu trinken, wurden dann ein wenig von Wespen penetriert, die mein Begleiter schlicht alle getötet hat und waren doch relativ gespannt aufs Spiel.
Das Stadion selbst ist, naja, neu eben. Einheitsbrei und irgendwie steril, aber doch auch mit Besonderheiten. So sind zwar die Stehplatzblöcke mit Gittern von den Sitzplätzen getrennt, die Sitzplätze Gäste haben aber keine Abtrennung zum Heimbereich. Dies empfinde ich als sehr ungewöhnlich und bei Ligaspielen etwas fraglich. Was ich auch schön finde sind die Flutlichtmasten auf dem Dach, erinnert mich an West Ham (im Londoner East End) und den Letzigrund in Zürich.
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Das Spiel selber ist enttäuschend. Man könnte es als lauen Sommerkick bezeichnen. Tut man auch 🙂

Die Spielanteile waren relativ ausgeglichen, Ingolstadt in der Defensive besser als der Club, nach vorne aber auch nicht besonders gefährlich. Erst in der zweiten Halbzeit nach Einwechslung der Nummer 22 (Achmed Akaichi) haben sie richtig Druck gemacht und gewirbelt. Getroffen hat zwei mal Christian Eigler, nun ja auf Seiten der Ingolstädter. Der Club brauchte zwei (berechtigte) Elfmeter, beide von Timo Gebhart verwandelt. Beim zweiten Schuss vom Punkt war der Torhüter sogar dran, aber der Ball war so hart geschossen, dass er trotzdem im Tor landete.
Nach dem Spiel machten wir uns gleich auf den Weg zurück nachhause und gegen 21 Uhr habe ich meinen Begleiter in der Wohngruppe abgeliefert, um 22 Uhr war ich dann selbst auch zuhause und genieße nun endlich mal einen freien Tag.
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