Norge! Sandefjord

9. Januar 2014
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Das war eine kurze Nacht…. so viel musste ich noch aufräumen, putzen, erledigen und gepackt werden sollte ja auch noch. Immer wenn ich auf Tour gehe scheine ich kurze Nächte vorher zu haben. Egal ob es ein Daytrip ist oder eine längere Geschichte. Irgendwas mach ich falsch.

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Am Ende hab ich es geschafft, fertig gepackt, total fertig im Bett gelandet und dann ging viel zu früh der Wecker. Aber es war mal wieder perfektes Timing, ich war pünktlich am Bahnhof, um in meinen ICE nach Berlin zu steigen. Der brachte mich leider ohne Hotspot aber sicher an, dann weiter nach Schönefeld, rein in den Flieger und raus in Rygge. Natürlich nicht, ohne vor dem Flug noch eine Berliner Currywurst zu genießen. Dieser etwas umständliche Trip für Jemanden, der neben einem Flughafen wohnt, wurde aus Kostengründen gemacht. So war es immer noch um Welten billiger als ein Flug von Nürnberg, der Preis hierfür wäre ungefähr das Doppelte gewesen.

In Rygge wurde ich von meinem Couchsurfinghost Kjell empfangen. Ein tolles Gefühl, aus der Halle zu kommen und da steht ganz vorne dran ein Freund, den du seit einem Jahr nicht mehr gesehen hast mit offenen Armen und strahlt dich an. Kjell war vor einem Jahr bei mir zu Gast, nur eine Nacht. Wir waren in Nürnberg auf der Burg und in einem Biergarten und verstanden uns von Anfang an perfekt. Die Chemie hat gestimmt, und so hielten wir den Kontakt via Facebook und lernten uns immer mehr kennen. Jetzt war es so weit, mein Gegenbesuch in Norwegen war gekommen.

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 Zuerst durfte ich  Fähre fahren – ein Traum. Kjell wohnt ein Stück von Oslo entfernt in Sandefjord. Durch Zufall habe ich mal wieder erfahren, dass die Welt sehr klein ist. Mein Lieblingshandballclub und meine liebsten Spielerinnen befinden sich gleich in der Nachbarstadt. Und Kjell ist dort der Hallensprecher, das macht er in seiner Freizeit.

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Wir fuhren also nach Sandefjord und dort wurde ich zum Essen eingeladen, lecker!!! Die Preise in Norwegen sind gesalzen, doch dieser Restaurantbesuch war noch erträglich.

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Den Hafen in Sandefjord durfte ich auch mitnehmen und dann ab nachhause, ein chilliger Abend auf dem Sofa, ankommen, runterfahren, relaxen…. „just sit down and relax“…. i did so! Ich bin zu dem Zeitpunkt unheimlich gestresst, habe einen Berg Überstunden auf dem Konto und mittlerweile immense Schlafstörungen. Doch hier merke ich nichts davon, ich bin wie erlöst. Eine Nacht ohne ständig aufzuwachen liegt dann hinter mir, eine heiße Dusche zum Aufwachen und ein leckeres Frühstück mit dem (Zitat) besten Orangensaft der Welt. Dann gemütliche 2 km zum Bahnhof und nun – kaum zu glauben – kostenloses Internet im norwegischen Regionalzug. Schneid dir ne Scheibe ab, deutsche Bahn!

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