USA

Universal Studios

6. Februar 2014
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Mein zweiter Tag in Los Angeles war etwas geplanter als der erste. Schon gestern wusste ich, dass ich heute in die Universal Studios möchte. Ich wusste wie ich hin komme, wann der Park geöffnet hat und was der Spaß kostet. Der Preis ist mit 84 Dollar absolut gesalzen, aber ich habe Urlaub und gestern nichts in Aktivitäten investiert, also darf ich heute auf den Putz hauen. 

universaleinganguniversallogo

Also ging es nach dem Hotelfrühstück (mein erstes Mal Ahornsirup überhaupt) mit der Ubahn direkt zur Haltestelle Universal City, von wo aus ein Shuttle den Berg hoch fährt und das Volk direkt vor den Toren bzw Kassenhäuschen entlädt. Das Anstehen dauert ewig und ich frage mich, wieso man so lange brauchen kann, um ein Ticket zu kaufen. Als ich dann an der Reihe bin wird mir alles klar. „Hi, ich bin Rob, und du?“…. bevor man überhaupt mal dazu kommt ein Ticket zu kaufen, hat man schon endlos Sätze gewechselt. Eigentlich nett, aber wenn man einfach nur rein will, dann ist das irgendwie auch ziemlich überflüssig. Immerhin bekommt mich Rob dazu, ein Annual Ticket zu kaufen. Warum? Nun, in Annual Ticket mit Black Days (also einzelnen Tagen, an denen der Eintritt nicht gestattet ist) kostet genau so viel wie ein Day Ticket. Wenn ich also im September wirklich nochmal hier sein sollte, um den Plan des Pacific Coast Ways zu verwirklichen, dann kann ich einfach ohne einen weiteren Cent zu bezahlen wieder in die Studios. Mit dem Ticket geht es dann auch schnell rein, denn es ist nicht viel los hier. Februar scheint eine gute Zeit zu sein für Los Angeles. Es ist angenehm warm, Jeans und Pulli reichen völlig aus. Und es ist relativ leer.

palaceuniversal

houseofhorrors

Kaum bin ich im Park, laufe ich durch die erste Show im House of Horrors. Sie beginnt genau ein paar Minuten nachdem ich im Park lande, also perfektes Timing. Eigentlich ist es fast schade, dass ich für Horror nicht empfänglich bin. Ich weiß nicht, wie viele kreischende junge Mädels von ihren Freunden durch die Show geführt werden. Ich will ja kein kreischendes Mädel sein, aber so ab und an erschrecken wäre schon mal cool in einer Horrorshow. Dass mir das nicht passiert liegt allerdings nicht an der Show. Der Weg ist gut gemacht und die Darsteller sind super, und wenn ich nicht hinter jeder Biegung mit einem Schreck rechnen würde, würde ich wahrscheinlich auch erschrecken. Zumal man von all dem Gekreische ja an jeder Stelle bereits gewarnt wird. Dennoch ist die Show in meinen Augen ein Muss, alleine schon weil die echten Darsteller wirklich alles geben und verdammt gut geschminkt sind.

chucky

Kaum ist das House of Horror vorbei und ich stehe wieder im Tageslicht, höre ich gerufene Werbung für Waterworld. Da wollte ich sowieso hin, also nichts wie los. Der Film Waterworld mit Kevin Costner war ja ein ziemlicher Flop, auch ich fand ihn nicht gut. Die Show in den Studios wird aber im Lonely Planet wärmstens empfohlen und ich schließe mich dieser Empfehlung an. Eine Menge Action wird da geboten, in einer Mischung aus Wassershow, Pyroeffekten, Feuer und Stunts. Ich kann gar nicht sagen, was am besten war. Einige Effekte waren wirklich sehr überraschend und die Jetski-Fahrer waren extrem gut. Es wurde nicht zu viel versprochen, Waterworld war die beste Show des Parks.

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Direkt im Anschluss erneut perfektes Timing, ich begebe mich in den 4D-Film Shrek. 4D? Jawohl! Zusätzlich zum 3D-Film kommen noch Effekte wie Ruckeln, Wind und Wasser hinzu. Die Kombination ist gut gemacht und generell ist auch der Film toll. Die Story ist süß und auch kindertauglich und die Umsetzung in 3D ist erstaunlich gut. Auch ich habe manchmal das Gefühl, die Gegenstände anfassen zu können und bin fast so weit, es wirklich zu versuchen.

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Nach Shrek geht es erneut direkt weiter in eine Effektshow. Die fällt qualitativ meiner Meinung nach deutlich ab um Vergleich zum vorher gesehenen, ist allerdings dennoch sehr informativ. So Einiges wusste ich allerdings auch schon, ich war schließlich schon ein paar Mal in den Bavaria Filmstudios in München.

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Bis auf die Animal Show habe ich nun innerhalb kürzester Zeit alle Shows durch, was vor Allem daran liegt, dass es nirgends Warteschlangen gibt. Wie ich bereits sagte, Februar ist perfekt für die Universal Studios.

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Als nächstes steht dann also die Studio Tour an, für mich eine absolute Selbstverständlichkeit in einem solchen Park. Eigentlich wollte ich sie ja bereits zu Beginn absolvieren, doch dann wurde ich von der Vielzahl an Shows einfach mitgezogen und so ist die Studio Tour erst jetzt fällig. Auch hier gibt es keinerlei Warteschlangen und ich springe einfach in den Wagen. Mit einigem Geruckel geht es nun durch einen anders nicht betretbaren Teil des Parks mit Kulissen, vorbei an Hallen in denen tatsächlich gedreht wird (beispielsweise gerade „About a Boy“ mit Hgh Grant). Zunächst ist die Fahrt nicht besonders spektakulär. Doch dann kommen einige geniale Szenen. Wir passieren einen Drehplatz mit einem abgestürzten Flugzeug. Gleichzeitig sehen wir, wie die vier Minuten Szene an diesem Ort aus „War of Worlds“ im Film aussieht. Das nächste Highlight ist ein 360° 3D-Film in einer Mischung aus Jurassic Park und King Kong. Die Leinwand geht rund um uns herum und auch hier kommen Effekte wir Ruckeln und Wasser zum Einsatz. Viel spannender ist aber der Kampf zwischen King Kong und einem Dinosaurier, quer über unser Fahrzeug hinweg und wie wir dann abstürzen. Der Film wurde extra für die Tour entwickelt und ist gigantisch! Wir kommen auch an ein paar Filmfahrzeugen vorbei, doch zu meiner Enttäuschung ist Kitt aus Knight Rider nicht das Originalfahrzeug aus der Serie sondern der Nachfolger aus der Zeit, in der ich von Knight Rider schon lange nicht mehr begeistert war. Ja, ich bekenne mich zu Knight Rider. Ein weiteres Highlight der Show ist eine Simulation einer Erdbebenkatastrophe, während man in einem Ubahntunnel steht. Die Decke über einem bricht ein und dergleichen, für mein Empfinden war dieser Teil jetzt nicht ganz so gut. Das letzte Highlight der Show ist ein mexikanisches Dorf, in dem uns gezeigt wird, wie Regen im Film erzeugt wird. Passend dazu kommt dann auch noch eine Sturzflut auf uns zum ganz schön beeindruckend, wie diese Wassermassen auf uns zuströmen (und uns auch ordentlich nass spritzen).

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Im Anschluss an die Tour ist es dann Zeit für eine Mahlzeit. Ich entscheide mich für das Jurassic Diner und wähle dort einen Southern Border Burger. Er ist belegt mit Beef, Jalapenos, Käse und Avocado. Dazu gibts Fries und Coleslaw, wirklich perfekt. Ich bin danach pappsatt und lecker war es auch. Lediglich die Atmosphäre hier könnte etwas besser sein, aber ich glaube, dass das an den Horden von Chinesen liegt, die zeitglich mit mir im Diner essen und tierisch laut sind.

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Nun habe ich ja alle Shows schon durch, was mache ich nun? Achterbahnfahren direkt nach dem Essen? Nein, danke. Ich checke mal die Shops und finde ein paar Transformers und eine Mall mit diversen Filmrelikten. Auch schön. In einem Shop hätte ich mir schon fast ein Transformers-Shirt gekauft, doch meinen Favoriten gab es leider nur in Kindergrößen. Also sehe ich vom Kauf ab und mache mich mal langsam auf den Rückweg.

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Ich will einfach noch ein bisschen kucken und betrete noch einige mehr Shops und dann fällt mein Auge auf ein Shirt, das im Dunklen leuchtet. Wie geil ist das denn? Es ist ein Shirt mit einem riesengroßen StarWars-Aufdruck. Und es ist sofort gekauft! Somit weiß ich jetzt schon, was ich zum nächsten Mal Tanzen in nem Club anziehe.

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Dann ist es Zeit für mich zu gehen. Der Shuttle bringt mich wieder nach unten und ich steige in die Ubahn, zumindest für eine Station. In Hollywood geht es wieder raus, doch mein Handyakku macht schon kurz darauf schlapp, so dass ich mich dann nach 8 Stunden nonstop auf den Beinen auch auf den Weg ins Hotel mache und den Tag ruhig ausklingen lasse.

hermanmunster

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