Wicked Sightseeing

12. Januar 2014
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Die Nacht ist gut, aber doch recht kurz. Um 7 Uhr sind wir nämlich schon wieder fit, obwohl wir doch bis 9 schlafen wollten. Also stehen wir auf, machen uns fertig und genießen das herrliche Kontinentalfrühstück unseres Hotels. Ich bin mir nicht so sicher, ob man das wirklich als Frühstück bezeichnen kann. Es gibt Toast, Erdbeer- und Orangenmarmelade, zwei Sorten Cornflakes, Milch, Tee und klebrige kleine Crossaints. Nun ja, wir haben ja noch genug Nahrungsmittel in unserem Zimmer, verhungern werden wir sicher nicht. Das englische Frühstück am Tisch nebenan sieht deutlich einladender aus und wird evtl am Montag zum Abschied dazu gebucht, mal sehen.

Nach dem Frühstück geht es dann auch schon wieder los.

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Wir fahren mit der Bahn in die City und stoßen dort erst mal auf eine Peace-Kampagne anlässlich der olympischen Spiele. 100 Days of Peace. Nette Idee und wohl olympische Tradition. Das Ganze findet an der Themse statt, neben der Tower Bridge, über die wir dann spazieren. Ich weiß nicht, wie viele Fotos ich von dieser Brücke schon habe, wahrscheinlich annähernd so viele wie vom Big Ben. Meine Freundin aber noch nicht, und so darf sie mit drauf, auf das Brückenbild. Beim Überqueren der Brücke gelingt mir dann auch eines meiner besten Londonbilder überhaupt, finde ich zumindest. 

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Der Brücke wurde ein neuer Anstrich verpasst, so ein sattes Rot hab ich dort noch nie gesehen und auch das Blau ist deutlich dunkler als es die bisherigen Male war. Nach der Tower Bridge kommt man natürlich auch automatisch am Tower vorbei und von dort geht es weiter zu St.Pauls Cathedral. Da wollen wir eigentlich auf die Galerie, aber da wären wir wieder bei horrenden Eintrittspreisen. 16 Pfund dafür, dass ich nicht mal weiß, ob ich mich da oben überhaupt raus traue geschweige denn es überhaupt bis oben schaffe und nicht vor lauter Angst wieder umdrehe? 16 Pfund nur weil da drin die Royals heiraten? Nein! Einen Eindruck gewinnt man auch von den wenigen möglichen Schritten nach innen. Zufälligerweise fand dort gerade eine Hochzeit statt und die Gesellschaft postierte vor der Kirche auf den Treppen. Wohl Jemand berühmtes, sagte ein englischer Passant. Ich hab Niemanden erkannt, aber das ist auch nicht verwunderlich bei meinen Promi-Kenntnissen.

Wir brauchen dann eine Pause und so kehren wir bei Starbucks ein zu Kaffee und Kuchen.

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Danica schwört auf ihren Kuchen, ich auf meinen (Karotten)kuchen. Lecker! Ich beginne zu bloggen und Danica schickt mir auch die ganzen Bilder von ihrem Handy. Der Akku vom Netbook wird immer leerer, aber laut Anzeige habe ich noch 48 Minuten übrig, also alles kein Problem und fünf Minuten später geht mitten im Bloggen das Netbook aus. Ladekabel Fehlanzeige. Na gut, ich fahre nochmal schnell hoch, Windows startet dann ja an selber Stelle wieder, drücke beim unfertigen Blog auf veröffentlichen, um das Geschriebene nicht komplett zu verlieren und packe dann ein. Weiter gehts!

Covent Garden und der Jubilee Market – i love it! Danica auch! Wir finden so ne Menge schöner Dinge, doch das Meiste ist einfach unverschämt teuer, so dass es dann am Ende bei einem Paar Ohrringe für Dani bleibt.

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Wir schlendern durch die kompletten Covent Garden Halls, die alle noch jubiläumstechnisch geschmückt sind und besuchen ein paar kleine Läden. Danach suchen wir Musical-Tickets. Es gibt eine unglaubliche Auswahl und Einiges davon kommt auch für uns in Frage. Unser Preislimit setzen wir auf 25 Pfund. Wir fragen nach Wicked, weil wir das am liebsten sehen möchten und bekommen eine Preisklasse zwischen 55 und 75 Euro genannt, definitiv nicht unsere. Also verzichten wir aufs Musical und laufen erst mal weiter Richtung Leicester Square, auch dort gibt es massenhaft Ticket Boxes. Auch dort bekommen wir leider zu teure Preise angeboten, obwohl auf den Schildern vor der Tür was von 18,50 Pfund steht. Okay, also wirklich kein Musical und wir suchen lieber weiter nach einem Andenken für meine Kollegin Katrin – die erneut als Hundesitter einspringt – und finden dann tatsächlich endlich den gewünschten Lady Di Teller. Generell gibt es nämlich kaum noch Lady Di Stuff, seit Hochzeit und Thronjubiläum ist das wohl vergessen.

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Auf dem Weg zum Piccadilly Circus geraten wir dann in den vielbejubelten Naked Bike Ride. Was es nicht alles gibt. Fast aus Spaß fragen wir nochmal an einem Ticketoffice nach Wicked und siehe da – 25 Pfund. Wir schlagen zu und halten zwei Musicaltickets in der Hand. Yeah!

Was ich Danica auch unbedingt noch zeigen muss ist Segaworld. Doch was sehe ich da? Es sind lediglich ein paar Automaten zugänglich, der Rest ist weg und die ganz große Rolltreppe im Trocadero nach oben gibt es auch nicht mehr. Nun ja, dann eben nicht. Essen wollen wir bei Mr Wu, aber auch den gibts nicht mehr. Etwas später finde ich ihn in Chinatown wieder, aber wir gehen dann ums Eck zu einem anderen chinesischen Büffet, was etwas mehr Auswahl hat. Das Essen ist lecker, aber Danica steht kurz vor einem Migräneanfall, so dass nun erst mal alles auf das Ausbleiben des solchen ausgerichtet werden muss. War wohl zu wenig Ruhephasen und zu viel auf den Beinen für sie.

Wir fahren zur Victoria Station und gehen wieder in den Park, füttern Eichhörnchen. Die kleinen Zwerge klettern sogar auf Beine und fressen brav aus der Hand. Sie sind dabei ganz vorsichtig und daher wage ich auch den ganz vorsichtigen Versuch, ein Hörnchen zu streicheln, was mir auch gelingt, aber dann dreht es den Kopf schnell in meine Richtung. Da Eichhörnchen ja richtige Biester sein können (mich wundert eher, dass diese so zahm sind), habe ich etwas Schiss vor einem Biss bei Streicheln und ziehe schnell meine Hand zurück, wodurch das Tier auch erschrickt und weg rennt. Nun ja, es kratzt jedenfalls nicht, wenn ein Eichhörnchen auf einen klettert, piekst auch nicht und tut auch nicht weh. Und Eichhörnchenpfoten sind ziemlich weich.

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Nach einiger Zeit im Park machen wir uns auf zum Musical und sind begeistert. Es hat sich absolut gelohnt!

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