Camino-Test in Nürnberg

12. Januar 2014
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Der Plan ist,  in den nächsten Jahren (bekomme dafür gewöhnlich leider nicht genug Urlaub am Stück zusammen) den Camino Frances zu laufen.
Daher beginne ich gerade mit kleinen Tests. So laufe ich beispielsweise von Nürnberg Gleißhammer nach Fürth Poppenreuth und zurück, insgesamt lege ich dabei 26 Kilometer zurück. Ich laufe momentan, um Klamotten und Schuhe auf Tauglichkeit zu überprüfen.
Heute im Test meine alten Laufschuhe mit Einlagen, meine wetterfeste Jacke und meine Laufjacke.

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Auf meiner  Tour habe ich dabei erstaunlich viele Fleckchen gesehen, die mir gar nicht bewusst waren.  Einige schöne Stellen hier auf dem Weg, die eigentlich zum Verweilen eingeladen hätten, wäre nicht der Weg das Ziel.

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Zunächst geht es von zuhause Richtung Wöhrder See – dort fährt gerade ein seltsames Schiff, das Wasser scheint wohl doch gefiltert zu werden, um einen Badesee aufzubereiten. Dieses Gerücht geht immer wieder mal um in Nürnberg. Weiter geht es dann mitten durch die Innenstadt, quer über den Hauptmarkt und weiter an der Hallerwiese entlang.

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In Johannis wandern wir (ich bin heute mit Hund unterwegs) dann durch die kleinen Gassen, vorbei an einem der besten Restaurants, das ich kenne (Etage) und direkt danach stolpere ich über ein halb geöffnetes Tor, das mir noch nie zuvor aufgefallen ist. Scheine wohl noch nie bewusst dort gewesen zu sein. Es geht dann wieder zum Fluss, dort darf Fee dann erstmals frei laufen und mit einem anderen Hund spielen.

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Eigentlich bin ich ja ein Asphaltfan, insbesondere beim Joggen. Ich ging also eigentlich davon aus, dass das auch beim Wandern der Fall ist. Dem scheint aber nicht so zu sein, denn relativ früh verlasse ich den Asphalt (eigentlich so bald wie möglich) und Fee und ich spazieren über die Wiese – Trampelpfad rules.

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Zwischen Tümpel und Fluss hören wir Frösche, entdecken einige schöne Plätze. Für eine Rast ist es aber noch zu früh, wir wollen ja schließlich auch zur richtigen Zeit in Fürth ankommen. Also geht es munter weiter.

Ich komme an den Sportplätzen des SC Germania vorbei. Am Vorabend hatte ich dort noch Fußball gespielt und der Rasen war frei von Maulwurfhügeln. Nun finde ich mitten auf dem Platz mindestens fünf Stück.

Das kurze Fahrradwegstück muss Fee wieder an die Leine und wir provozieren beinahe einen Unfall, aber nicht weil wir was falsch gemacht hätten, sondern weil eine vorbeifahrende Mama und ihre Tochter so von Fee begeistert sind und sich nach ihr umdrehen – die Tochter mit dem Kommentar „oooh, ist der süüüüß“ – dass sie fast sich gegenseitig umfahren. Ein Kopfschütteln meinerseits und weiter gehts.

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Als wir an der Fürther Hundewiese ankommen, erkennt Fee die Umgebung wieder und freut sich. Ich mache sie los und sie läuft sofort zum Wasser. Dort machen wir dann erst mal Pause, weil wir sowieso viel zu schnell waren.

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Fee spielt im Wasser und ich esse mein Brötchen. Der kleine Wuff bekommt ein bisschen Schinken ab. Lange halte ich es im Sitzen nicht aus, irgendwie ist es noch zu früh für eine Pause, ich bin eigentlich noch im Rhythmus und außerdem wird es im Sitzen doch recht frisch. Also weiter und so sind wir eine halbe Stunde zu früh an Danis Arbeitsstelle angekommen, um sie abzuholen. Dort nehmen wir uns nun wirklich eine Pause.

Da das Auto nicht anspringt, muss Dani mit uns zurück laufen, bzw sie entscheidet sich gegen die U-Bahn und für das Laufen. Zufälligerweise hat sie sogar Wanderschuhe dabei.

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Auf dem Hinweg bin ich noch allerlei Fee-Umwege gelaufen, das bleibt auf dem Rückweg aus, weil Dani aus taktischen Gründen (der Weg ist noch weit genug) keine Umwege gehen will. Ich bin einverstanden und so wird es doch erst mal ein Asphaltweg. Die kleine Fee läuft brav zwischen uns, aber leicht hinter uns. So gehört sich das.

Zwischen der Maximilianstraße und Johannis klettern wir ein bisschen auf einem Baum herum, dort ist es auch sehr schön direkt am Fluss. Eigentlich wäre da fast eine Pause drin, aber irgendwie laufen wir weiter.

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Ich merke meine Beine, sie sind etwas müde, zumal ich schon vom Vortag Muskelkater hatte. Aber es läuft ganz gut. Allerdings haben meine kleinen Zehen bereits beide eine Blase auf der Unterseite. Das liegt nicht an den Schuhen sondern leider an den Füßen und wird sich wohl nicht vermeiden lassen, auch nicht mit anderem Schuhwerk. Naja, wir werden sehen, was andere Schuhe bringen.

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Als wir in Nürnberg in der City ankommen, haben wir Lust auf ein Eis oder einen Shake oder ein Frozen Joghurt und am Abend wollen wir dann noch ins Kino. Direkt am Pub entscheiden wir uns dann aber gegen das Kino und stattdessen nun zur Einkehr. Es gibt zünftig Irish Stew und Fish&Chips, ein Cider teilen wir uns. Die Pause tut gut und im Sitzen merke ich erst, dass ich total Hunger habe. Nach der Mahlzeit brauche ich noch eine kurze Pause und kann mich dann wieder aufraffen.

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Weit ist es ja nicht mehr, was ich mir dann auch selber erzähle. Irgendwie muss man sich ja motivieren.

Wir schaffen auch die letzten Meter gut, dann bin ich aber doch froh, dass es nun vorbei ist, lege mich zuerst aufs Sofa und dann in die Badewanne. Das tut gut!

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