Die Sache mit dem Fernweh und das Gegenmittel schlechthin

8. Februar 2015
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Das Rauschen des Meers, der gleichmäßige Wellenschlag. Der Wind weht ein bisschen. Oder die Sonne brennt auf die Haut. Der Geruch von Salz in der Luft und das tiefe Blau vor den Augen. Wer sehnt sich gerade nicht nach diesen Bildern?

Der Winter hält Deutschland fest. Und Winter in Deutschland ist nicht unbedingt ein ersehnenswerter Winter. Es ist zu kalt, um warm zu sein und zu warm, um kalt zu sein. Das bedeutet, dass alles immer grau und nass und matschig ist. Sicher gibt es in Deutschland auch recht schneesichere Ecken, die Voralpen zum Beispiel. Doch im Großen und Ganzen gibt es in Deutschland keinen schönen Schnee. Das liegt an den Temperaturen so rund um den Gefrierpunkt, die dafür sorgen, dass der Schnee gleich wieder schmilzt. Auf dem Weg zur Arbeit oder zum Sport oder wohin auch immer darf man dann durch Pfützen stapfen, die aus einer Mischung aus Matsch und Schnee bestehen. Eine grauenhafte Vorstellung!

Und: es ist irgendwie einfach pausenlos dunkel! Ich war ja über Weihnachten und Neujahr in Schweden, und dort stand die Sonne deutlich kürzer am Himmel als hier. Aber: ich habe die Sonne gesehen! Und wie! Und obwohl es nur sehr kurz hell war, war es gefühlt mindestens genauso hell wie in Deutschland. Das Mondlicht reflektierte so extrem im weißen Schnee, dass es auch nachts gar nicht so dunkel war! Ich bin extrem licht- und wetterempfindlich. Wenn ich den Winter nicht verlassen kann, gehe ich ins Solarium, um wenigstens ein paar Minuten ab und zu das Gefühl von Sonne auf der Haut zu haben.

Ich bräuchte einfach mehr Licht und mehr Sonne und mehr Wärme. Vor Allem weil es mir gar nicht warm genug sein kann. Der einzige Moment bisher, in dem ich es wirklich heiß fand (mal abgesehen von einem Saunabesuch) war der Trip in die Sahara. Dort hatten wir 57 Grad im Schatten, und diesen Schatten gab es nur in dem kleinen Häuschen, in dem wir uns wüstenfertig machten. Kein Wunder also, dass sich bei mir schon vor einiger Zeit die Sehnsucht nach der Ferne eingeschlichen hat und immer intensiver und lauter schreit!

Es gibt also nur eine Möglichkeit: raus hier!

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Was aber, wenn es diese Möglichkeit nicht gibt?

Ich arbeite Vollzeit mit einer 40-Stunden-Woche. Die beträgt aber nur auf dem Papier 40 Stunden, denn nachts haben wir nur einen Bereitschaftsdienst. Wir können schlafen und müssen nur aktiv sein, wenn es einen Vorfall gibt. Die Zeit wird uns dann nur mit einem Viertel der tatsächlichen Zeit berechnet. In einer Standardwoche bin ich also nicht 40 sondern ungefähr 60-70 Stunden in der Arbeit. Diese Woche zum Beispiel genau 67 Stunden. Das hat zur Folge, dass man sich manchmal so fühlt, als könnte man gleich hier einziehen.

Damit sich das irgendwann mal ändert, habe ich nun angefangen, berufsbegleitend zu studieren. Zusätzlich zu den 60-70 Wochenstunden kommt nun noch der Präsenzunterricht dazu (jeden Donnerstag Abend und ein Samstag im Monat). Im Präsenzunterricht werden ca 55% des nötigen Stoffs erarbeitet, der Rest muss im Eigenstudium erfolgen. Daran bin ich natürlich selber schuld. Es erklärt aber, warum ich nicht einfach mal abhauen kann.

Was könnte ich sonst gegen dieses Fernweh tun? In letzter Zeit habe ich diese Frage immer wieder aufkommen sehen, zum Beispiel in Kommentaren zu Blogposts und in Foren. Was hilft gegen Fernweh?

Da kommen dann ganz tolle Vorschläge….

Reisebilder ansehen!

Are you serious? Reisebilder ansehen? Das soll gegen Fernweh helfen? Nun, bei mir tut es genau das Gegenteil! Es erzeugt ein massives Fernweh bzw verstärkt das bereits vorhandene noch deutlich. Ich versetze mich in Situationen und an Orte zurück, die ich auf den Bildern sehe. Träumen kann ich gut, das ist kein Problem. Und dann realisiere ich, dass ich eben nicht gerade in Kalifornien unterwegs bin oder in Goa oder wo auch immer. Nein, Reisebilder helfen so gar nicht!

Auf Reiseseiten stöbern!

Oh, das wird bei mir ständig erledigt. Ich schmökere viel auf anderen Blogs und verfolge intensiv die Reisen meiner Bloggerkollegen aus den verschiedensten Bereichen. Egal ob sie mit dem Rucksack nach Indien trampen oder in einem Luxushotel absteigen und Limousine fahren. Ich folge dem Instagram-Account von National Geographic und checke immer wieder alle möglichen Anbieter von Flügen. Man könnte ja irgendwas Geniales finden. Immer wieder ist das auch der Fall, aber leider muss ich die Angebote auch immer wieder ziehen lassen. Auf meine Bloggerkollegen blicke ich doch das ein oder andere mal etwas neidisch, das muss ich zugeben. Dabei bin ich ja selbst eigentlich auch ganz gut unterwegs. Wenn ich aber andere Beiträge lese oder Angebote entdecke, dann wäre ich am liebsten sofort eben genau da auch unterwegs. Macht Fernweh also nicht kleiner sondern größer!

Reisen planen!

Momentan bin ich in diesem Bereich sehr aktiv. Es stehen ja bereits einige Reisen an dieses Jahr, aber auch viele Zeiträume sind noch ungenutzt und wollen gefüllt werden. Hierfür suche ich momentan aktiv nach Kooperationspartnern, aber das ist nicht alles. Malta ist für den Sommer bereits gebucht, zwei Wochen werden wir dort aktiv sein. Somit beschäftige ich mich gerade mit Möglichkeiten, Malta auch zu erleben. Zum Beispiel werden wir tauchen gehen. Auch Amsterdam ist schon seit einer Weile gebucht, und seit ein paar Tagen auch noch ein Kurztrip nach Prag. Das sind dann Momente, die mir kurzfristig Auftrieb geben. Ich weiß nun sicher: da wird etwas kommen, ich werde etwas erleben und Neues entdecken. Reisen zu planen hilft also zumindest kurzfristig. Man ist dabei aktiv bereits mit dem eigenen zukünftigen Erleben beschäftigt und es kommt eine Vorfreude auf. Natürlich würde ich am liebsten sofort losziehen, aber zumindest habe ich nun einmal die Gewissheit: es wird etwas kommen!

Reisefilme ansehen!

Ich muss zugeben, dass ich dies wahnsinnig oft mache! Ich bin kein Fan von Fernsehen, kann Serien nicht ausstehen und finde das ganze Unterhaltungsprogramm nicht witzig sondern einfach nur dämlich. Doch die eine oder andere Sendung, die ich im Lauf der Jahre aufgeschnappt habe, gefällt mir dann doch. Bear Grylls mit seinen abenteuerlichen Wegen zu Fuß durch die Wildnis fasziniert mich. Und ich mag die Trips von Charley Boorman: „Long Way Round“, „Long Way Down“ und „By Any Means“. Immer wieder schaue ich zum Beispiel vor dem Einschlafen derartige Reportagen.

Wenn es um Filme an sich geht, habe ich einen ganz klaren Favoriten: „Into The Wild“. Ich bewundere diesen Kerl und wünschte, es hätte ein anderes Ende genommen. Am liebsten würde ich es ähnlich machen, allerdings nicht ganz so extrem wie Christopher McCandless. Auch kenne ich die Kontroversen über sein Abenteuer und dessen Ende in Alaska, das nur halb so wild war, wie es im Film dargestellt wird. So eine Auszeit wäre aber wirklich willkommen, unbeschwertes Herumreisen ohne Zeitdruck. Nicht mehr 4000 Kilometer in 2 Wochen abspulen zu müssen sondern einfach mal drei Monate Zeit haben. Und ich spreche nicht von einem dauerhaften Aussteigen, das liegt mir fern. Aber vorübergehend zu reisen, diese Gedanken habe ich durchaus in meinem Kopf. Momentan überlege ich sogar, ob und wie sich das nach meinem Studium umsetzen lässt. Es gilt also, mich bis dahin mit kleineren Geschichten sozusagen über Wasser zu halten und außerdem ein bisschen Cash beiseite zu legen. Und weiter Filme und Reportagen zu schauen. Sie helfen nicht gegen das Fernweh, aber sie bringen mir Ideen und zeigen mir, was alles möglich ist. Reisefilme sind also (unter Anderem) meine Inspiration und helfen insofern schon weiter, auch wenn sie nicht das Fernweh an sich lindern.

Geocachen!

Klingt komisch, ist aber so. Das ist eine Methode, die bei mir zu hundert Prozent funktioniert. Möglicherweise hat das mit dem Gefühl zu tun, etwas Neues entdeckt zu haben. Sicher habe ich auch schon Caches an Plätzen gehoben, die ich wie meine Westentasche kenne, obwohl ich ja gar keine Westen trage. Aber immer wieder gibt es auch neue Plätze zu entdecken. Und manchmal sind die Caches wirklich ein kleines Abenteuer. Wenn man sie dann findet, dann ist das ein kleines Erfolgerlebnis. Je nach Schwierigkeitsgrad variiert auch das Erfolgsgefühl, aber vorhanden ist es auch bei den ganz leichten Dingern. Zuletzt waren wir in Nürnberg auf stillgelegten Gleisen unterwegs und ein bisschen klettern musste man auch noch. Ich cache auch in der Ferne, wenn ich unterwegs bin. Dies hat mich schon an einige wirklich tolle Orte geführt und wird es sicher auch weiter tun. Geocachen bedeutet aktiv sein und unterwegs sein.

Wie Geocachen eigentlich geht? Wenn du schon ein Insider bist, kannst du diesen Absatz getrost überspringen und beim nächsten wieder einsetzen. Über die ganze Welt verteilt sind kleine Schätze versteckt, die Geocaches. Sie haben unterschiedliche Größen und sind unterschiedlich schwierig auf unterschiedlich schwierigem Terrain versteckt. Es gibt inzwischen eine recht große Community an Geocachern, die auch sehr liebevolle Caches gelegt haben und diese auch pflegen. Sie geben dann die Koordinaten ihres Caches online auf geocaching.com ein und verfassen eine Beschreibung dazu sowie eine Kategorisierung nach Größe und Schwierigkeitsgraden. Die Koordinaten kann man entweder mit einem GPS-Gerät (manchmal sind Navis dazu in der Lage) abrufen oder aber man verwendet einfach das Handy. Die kostenlose App c:geo (für Android) oder die App Geocaching (für Apple und leider kostenpflichtig) aufs Handy packen, Standort orten, Caches in der Nähe anzeigen lassen, sich für einen entscheiden und loslegen mit der Suche, ganz einfach!

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Ein liebevoll versteckter Geocache

Tauchen!

Meist ist Tauchen ja mit Wegfahren verbunden. Doch sehr oft hatte ich diese Gelegenheit nicht in den letzten Jahren. Ich hatte kaum Anschluss an andere Taucher und die größeren Termine passten leider oft nicht in meine Dienstplanung. Inzwischen hat sich das auch geändert, und ganz besonders jetzt wo auch meine Freundin Carina zum Taucher geworden ist, wird es leichter sein auch mal einfach einen Tag zum Tauchen zu fahren. Einen Tag hab ich immer mal wieder, bei zwei oder drei Tagen wird es dann schon wieder schwer bis unmöglich, ganz besonders am Wochenende. Tauchen heißt für mich komplettes Abschalten! Das Verrückte ist, dass dies bei mir sogar im Schwimmbad funktioniert. Während Carinas Tauchausbildung habe ich sie ein mal begleitet und verbrachte einfach eine Stunde unter Wasser im Schwebezustand. Unheimlich entspannend! Einfach mal nichts denken, einfach mal die Seele baumeln lassen, einfach mal abschalten. Das Schwimmbad ist aber natürlich nicht das, was ich hier mit Tauchen meine. Es macht nur deutlich, wie entspannend dieser Sport für mich ist. Nichts zu denken und einfach zu genießen ist auch schon ein bisschen Urlaub! Auch hier heißt es aktiv sein und unterwegs sein.

Exotische Sachen kochen!

Natürlich kann ich hier tolle Gerichte aus exotischen Zutaten kochen, doch das ist nicht das, was man in exotischen Gebieten bekommt. Neulich habe ich schon von der indischen Ananas und der indischen Kokosnuss berichtet. Dagegen kannst du die in Deutschland erhältlichen Varianten schlicht in die Tonne treten. Ein exotisches Gericht schmeckt in Deutschland also nur halb so gut wie da, wo es eigentlich her kommt. Klappt nicht!

Die Songs vom letzten Urlaub hören!

Auch dieser Tipp wirkt bei mir eher gegenteilig. Ich möchte dann dorthin zurück, wo ich den Song gehört habe. Manchmal ist es auch gar nicht so einfach, Musik zu finden, die ich on the road gehört habe. Ich mag Musik und ich mache sogar selbst Musik. Aber ich höre relativ selten Musik. Im Auto geht das nur, wenn ich meinen Ipod anschließen kann, und ganz oft habe ich den nicht mal an Bord. Auf dem Handy habe ich keine Musik, denn lieber keine Musik als Musik in der schlechten Qualität, die Handylautsprecher einem bieten können. Und: ich hasse Radio! Im Radio gibt es derart viel unnötiges und dämliches Gerede, dass ich lieber darauf verzichte. Wenn ich Musik dabei habe, dann habe ich mir das vorher bewusst überlegt und bewusst etwas für den Trip zusammen gestellt. Das ist toll während ich unterwegs bin und im Nachhinein dann kontraproduktiv. Bei dem Song bin ich gerade an dieser Stelle durchs Death Valley gefahren! Das hab ich gehört, als ich auf dem Jakobsweg in den Bruderwald eingebogen bin! Das ist doch unser Freizeitsong aus dem Jahr 2007! Und dann ist es wieder ganz extrem da, dieses Fernweh!

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Mit Musik on the road – hier im Death Valley

 

Über Reisen schreiben!

Wenn ich über Reisen schreibe, dann setze ich mich mit verschiedenen Themen auseinander. Vor Kurzem wurden mir beim Liebster-Award ein paar Fragen zum Thema Reisen gestellt, die ich gerne beantwortet habe. Danach habe ich mich mit meiner Reise durch Indien noch einmal speziell auseinander gesetzt und berichtet, was ich diverse Vorurteile betreffend erlebt habe. Solche Dinge zu schreiben versetzt einen kurzfristig in die Situation, in der man sich damals befand. Kurzfristig hilft das Schreiben also, aber nur ganz kurz. Denn ich sitze eben gerade am Laptop und schreibe, anstatt in einem indischen Nationalpark auf dem Fahrrad zu sitzen.

Tourist in der eigenen Stadt sein!

Ja, das funktioniert wirklich! Das ist ähnlich wie beim Geocachen, ich entdecke meine Stadt oder diverse Teile meiner Stadt neu. Ich habe hier in Nürnberg und auch im benachbarten Fürth und Erlangen wirklich schon viel gesehen und auch schon einige Leute hier umher geführt. Und doch entdecke ich immer wieder neue Dinge und es gibt immer noch Sehenswürdigkeiten, die ich selbst noch nicht besucht habe. Das ist ja auch genau das, was mich am Reisen so reizt. Ich will Neues entdecken. Egal ob es eine neue Gegend, ein neues Gericht, ein neuer Eindruck einer Kultur oder ein neuer Kontakt ist. Ich will dazu lernen. Deswegen halte ich es auf meinen Reisen auch nicht lange an einem Ort aus. Zwei Wochen nur am gleichen Strand zu liegen oder noch schlimmer: im gleichen Hotelpool, das kommt für mich nicht in Frage. Das heißt nicht, dass Andere das nicht machen sollten. Jeder kann das ja entscheiden, wie er möchte. Ich persönlich brauche aber Abwechslung und das Gefühl, ein Land oder eine Kultur auch voll und ganz erlebt zu haben. Das ist mein Anspruch an mich selbst. Vielleicht sollte ich manchmal noch mehr Tourist in meiner eigenen Stadt sein. Ich denke da mal drüber nach.

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Baden im heimischen Fluss

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Sieht aus wie Verona, ist aber im benachbarten Fürth!

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In Ansbach (ca. 40km) nahm ich sogar an einer Stadtführung teil!



Spontane Wochenendtrips!

Das las ich auf einem anderen Blog. Nun, das ist es ja gerade. Das ist das, wonach ich mich sehne und oft ist eben nicht mal das drin. Natürlich hilft ein spontaner Wochenendtrip, denn das bedeutet, dass ich unterwegs bin und etwas Neues entdecke und erlebe. Eine neue Stadt oder auch einfach ab in die Natur, egal ob zum Entspannen oder zum Aktivsein. Ich muss das aber noch ergänzen, denn ein Wochenendtrip ist nicht so einfach, wenn man jedes Wochenende arbeiten muss und die Arbeitszeiten der Freundin so entgegen stehen, dass man entweder alleine los ziehen muss (was irgendwie auch doof ist, wenn man sich auf Grund der Arbeitszeiten sowieso nicht sieht) oder man eben einfach nur einen Tag Zeit hat oder gar nur einen halben. Ein Tagesausflug hilft nämlich auch schon enorm weiter! Und in meinem näheren Umfeld gibt es einige tolle Spots, die ich noch nicht kenne. Sie alle stehen auf meiner Liste!

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Vom Wochenendtrip nach Luzern

Träumen, wo die nächste Reise hingehen soll!

Neeeein, nein, nein! Das ist mehr als kontraproduktiv. Natürlich kann ich träumen. Ich kann das sogar gigantisch gut. Und manchmal werde ich dazu wirklich ein bisschen zum Spinner. Schon mal davon geträumt, im Lotto gewonnen zu haben (Moment mal, das geht nur, wenn man auch Lotto spielt) und dann ein Jahr reisen zu können? Und diese Reise auch organisiert ohne Buchung? Also Flugpreise gecheckt, Hotelpreise gecheckt, Ausflüge gecheckt? Und eine Excel-Tabelle angelegt mit einer Aufzählung und detaillierten Kosten? Nein? Ich schon! Es beschäftigt mich dann eine Weile, und so kann ich mir ein paar Stunden intensive Beschäftigung mit dem Thema Reise füllen, aber es hilft nicht gegen mein Fernweh. Im Gegenteil! Es liefert noch mehr Ideen und Träume, die verwirklicht werden wollen. Und am besten würde ich damit wann starten? Sofort!

Wenn ich meine Gedanken dazu nun Revue passieren lasse, komme ich nur zu einem einzigen Schluss! Es gibt nichts, was tatsächlich gegen Fernweh hilft, außer sich tatsächlich auf den Weg zu machen. Es kommt dann natürlich darauf an, wie sich das Fernweh gestaltet. Wenn man definitiv nur nach Südamerika oder Ozeanien oder so will und einfach nur drei Tage Zeit hat, dann wird das nicht machbar sein. Bei mir ist Fernweh aber ein weit gefächerter Begriff und ich habe mir ein wohl unerreichbares Ziel gesetzt.

Am Ende möchte ich einmal den Fuß in jedes Land der Welt gesetzt haben. Das ist machbar. Dabei aber auch so gut wie alles gesehen zu haben, das ist nicht möglich. Jeden Nationalpark, jede Sehenswürdigkeit, jede halbwegs interessante Stadt. Ich möchte aber so nah wie möglich an dieses Ziel ran kommen. Das macht es mir auf der einen Seite schwer, weil meine Liste ja unendlich ist. Auf der anderen Seite aber auch ganz leicht, weil es auch in der nahen Umgebung irre viele mögliche Ziele für mich gibt. Und genau diese Ziele sichern mir sozusagen mein Überleben.

Im letzten Jahr habe ich es geschafft, dass ich jeden Monat mindestens ein Mal unterwegs war. Mal länger und mal kürzer, aber ich jeden Monat an mindestens einem neuen Platz. Auch dieses Jahr möchte ich da wieder ran kommen, und vielleicht gelingt mir sogar noch etwas mehr, obwohl es dieses Jahr durch das Studium noch schwieriger geworden ist.

Gegen Fernweh hilft nur aktiv sein! Jetzt bist du ja am Ende des Artikels angelangt, jetzt kann ich dir sagen: raus aus deinen gemütlichen vier Wänden! Es gibt Möglichkeiten! Selbst mit wenig Zeit und noch weniger Budget kann man etwas erleben! Besuche eine Sehenswürdigkeit in deiner Stadt, die du noch nicht kennst. Oder schnapp dir ein günstiges Fernbusticket. Mit etwas Geschick kann man für 20 Euro ein Wochenende verreisen. Besuch zum Beispiel Freunde, die in anderen Städten leben. Oder nutze die Natur um dich herum! Nur das hilft wirklich gegen Fernweh!

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