Geburtstag feiern in Amsterdam

3. Mai 2015
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In den letzten Jahren habe ich es immer so gehalten, an meinem Geburtstag unterwegs zu sein. Mir an einem fremden Ort etwas zu gönnen war mein Geschenk an mich selbst. Vor zwei Jahren war ich in der Türkei, letztes Jahr in Garmisch und dieses Jahr sollte es Amsterdam werden. Schon frühzeitig haben wir unsere Flüge gebucht, und was das Hotel anging hatten wir ja noch etwas ganz Besonderes. Vor inzwischen fast einem Jahr habe ich einen Fotowettbewerb von Surprice Hotels (gehört zur HRS-Kette) gewonnen. Die haben sich inzwischen strukturell verändert, aber der Gutschein gilt natürlich trotzdem noch. Zwei Übernachtungen mit Frühstück für zwei Personen im Fletcher Hotel. Das haben wir gegoogelt und waren begeistert, daher also eine perfekte Location für so ein Geburtstagswochenende, und ein Zimmer reservieren für den richtigen Zeitraum ging auch.

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Freitag früh ging es dann zum Flughafen, und obwohl wir rechtzeitig aufgestanden waren, wurde es knapp. Auf dem Weg zum Flughafen checkte ich via Handy ein, damit wir auf jeden Fall rechtzeitig eingecheckt sind, bevor das nicht mehr möglich ist. Irgendwie gab es aber einen Fehler, man konnte die Bordkarte nicht abrufen. Am Flughafen angekommen erklärt man uns am Checkin-Schalter, dass der Flug überbucht ist und wir auf Standby gesetzt wurden. Mir ist bewusst, dass Linienflüge immer wieder mal überbucht sind, aber deswegen möchte ich jetzt trotzdem sofort nach Amsterdam, es ist schließlich mein Geburtstag. Die Mitarbeiterin von KLM speiste uns extrem unfreundlich ab, es sei nun mal so, da wir als Letzte eingecheckt hätten. Nach einem Telefonat bekommen wir eine Standby-Bordkarte ausgehändigt. Ich frage, was denn passiert, wenn wir nicht mehr mit kommen und bekomme zur Antwort, dass um 14 Uhr noch eine Maschine geht. Was ist dann mit unserem gebuchten Anschluss, frage ich? Das interessiert sie nicht, weil sie das in ihren Unterlagen nicht sehen kann, bekomme ich als Antwort. Ich hätte einfach nur erwartet, dass man wenigstens freundlich zu mir ist und sich für die Umstände entschuldigt, aber das ist nicht geschehen.

Wir passierten dann mit unserer Standby-Karte den Sicherheitscheck und am Gate fragte ich dann nochmal nach. Hier wurde ich dann von zwei Herren freundlich behandelt. Ich erklärte nochmal, warum mir das so wichtig ist und ob es denn irgendeine Möglichkeit gäbe. Man nahm unsere Standby-Karten entgegen und versprach, sich um die Angelegenheit zu kümmern. Fünf Minuten später hielten wir unsere Bordkarten in der Hand. Zwar konnten wir nicht zusammen sitzen, aber wichtig war uns, überhaupt im Flieger zu sitzen.

Der Flug verlief unspektakulär. Eigentlich wollte ich schlafen, aber auf Grund der Aufregung habe ich das nicht mehr hinbekommen. Carina schlief eine Reihe schräg vor mir tief und fest. Da wir natürlich nur Handgepäck dabei hatten, ging in Amsterdam alles recht schnell. Eigentlich wollten wir uns ein 48-Stunden-Ticket holen, doch die Schlagen dort waren uns viel zu lang und am Ende war das auch gut so, denn wir fuhren mit unserer dann gewählten Methode deutlich billiger.

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Für den Transfer vom Flughafen zum Hotel hatten wir noch ein besonderes Schmankerl. Vor einiger Zeit hatte mir die Firma Blacklane Limousines einen Deal angeboten für den Trip nach Stockholm. Als ich dann die nötigen Daten übermittelt hatte, hörte ich von der Firma nichts mehr. Wir haben unseren Transfer in Stockholm dann mit Öffentlichen erledigt, aber einen bösen Kommentar hab ich mal losgelassen. Den sah zufällig die Zuständige bei Blacklane und bot mir eine Entschädigung an. In Stockholm hätten wir damals im Wert von 100 Euro Limousine fahren dürfen, als Entschädigung bekam ich nun einen Gutschein über 50 Euro. Irgendwie nicht das Gleiche, aber ich habe mich immerhin über die Geste gefreut und dass wir nun doch noch in den Genuss eines solchen Services kommen. Die Fahrt vom Amsterdamer Flughafen zu unserem Hotel war nur unwesentlich teurer, so dass wir die fehlenden 8 Euro einfach drauf zahlten.

Am Meeting Point des Amsterdamer Flughafens sollten wir unseren Chauffeur treffen. Eine sms verriet mir, dass er schon da sei. Ein Anruf kam auch noch, bei dem mir mitgeteilt wurde, dass Blacklane ja an Hand meiner Flugnummer festgestellt hat, dass mein Flugzeug bereits eine halbe Stunde früher ankam, als ich als Abfahrtszeit angegeben hatte. Ich hatte den Weg im Flughafen und Schlendern mit eingerechnet. Deswegen habe man den Fahrer schon früher hingeschickt und er sei in 5-7 Minuten da. Wunderbar, da denkt Jemand mit! Am Ende dauert es zwar noch 20 Minuten, bis er wirklich da ist, aber 5 Minuten nach vereinbarter Zeit sind akzeptabel. Unser Fahrer war sehr freundlich und hilfsbereit und eine Flasche Wasser bekamen wir auch in die Hand gedrückt, was nach dem Flug wirklich gut tat. In Windeseile wurden wir die knapp 20 Kilometer zu unserem Hotel chauffiert. Was für eine Entspannung nach der morgendlichen Hektik!

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Im Hotel waren bereits Zimmer bezugsfertig, obwohl es erst 12.45 Uhr war. Ob wir denn ein Zimmer im dritten Stock überhaupt wollen würden, oder ob wir lieber warten, bis eines in einem höheren Stockwerk frei wird? Der dritte Stock ist wunderbar und wir wollen es haben. „Das Wochenende ist noch nicht bezahlt“ sagt die Dame, obwohl ich ihr den Gutschein bereits in die Hand gedrückt habe. Sie hat so etwas noch nie gesehen und weiß nicht, was sie mit dem Gutschein machen soll… ich werde etwas nervös, so etwas hatte ich bereits befürchtet. Nach Rücksprache mit einer Kollegin heftete man den Gutschein einfach an unsere Akte. Die Reservierung war nur ohne Frühstück möglich, unser Gutschein beinhaltete aber Frühstück und ich fragte nach. Sie könne das dazu buchen, das würde uns aber dann Einiges kosten. Wieder verweise ich auf den Gutschein und sie glaubt mir nicht, dass da etwas von Frühstück steht. Der Gutschein ist in deutscher Sprache verfasst, aber das ist für einen Holländer gar nicht sooo unverständlich, wenn man sich etwas bemüht. Ich übersetze ihr den kompletten Gutschein auf Englisch und dann ist sie auch bereit, uns Frühstück zuzugestehen. Ich muss aber erwähnen, dass mein Gegenüber die ganze Zeit nett und freundlich blieb und ein Lächeln auf den Lippen hatte und sich mehrfach dafür entschuldigte, dass sie mit so etwas noch nie zu tun gehabt hatte.

Im Zimmer waren wir dann noch mehr vom Hotel begeistert als schon im Voraus bei den Bildern und beim Anblick von außen. Unser Hotel war ein Turm mit Glasfassade bzw einer Glasverkleidung der Fassade. Die Fenster waren wie Bullaugen, was von unten relativ klein aussah, sich im Zimmer aber als wandgroß entpuppte. Die Toilette war hinter einer weißen geschwungenen Wand versteckt, das Licht in der Toilette funktionierte per Bewegungsmelder. Das Bett war groß und gemütlich, die Farben angenehm und das Design ansprechend. Das Beste aber habe ich noch gar nicht erwähnt: Die Dusche war eine eingeglaste runde Dusche mitten im Zimmer. Dieses Hotel ist also nichts für Personen, die ein gewisses Schamgefühl voreinander haben. Wir fanden es einfach nur gigantisch!

Wenn man in einer großen Stadt ist, will man aber natürlich auch etwas sehen, so dass wir schnell wieder los zogen. Nach gut zehn Minuten Fußweg war die Metro erreicht, die uns in die Stadt brachte. Carina kannte Amsterdam noch nicht, und so ging es erst mal mitten rein in die Stadt, Amsterdam Centraal. Den halte ich übrigens für einen recht schönen Bahnhof. Bis auf ein paar Kekse im Flugzeug hatten wir noch kein Frühstück, weswegen wir uns dann für ein baldiges Essen entschieden. Der Plan war „typisch“ zu essen, doch als wir dann vor einem libanesischem Restaurant standen, wurde der Plan ganz schnell verworfen. Sowohl Speisekarte als auch Raum wirkten sehr einladend und die Preise waren moderat, also rein! Die Aussicht auf das gegenüberliegende Haus war wunderbar „amsterdamisch“ und optimal als Start in der Stadt.

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Wir gönnten uns einen libanesischen Wein und traditionelle Gerichte. Carina hatte Falafel, Salat und Brot, ich hatte Foul Moudamas, ein Gericht mit Bohnen und viel Knoblauch. Sowohl Speis als auch Trank mundete hervorragend und am Ende des Essens wurde ich sogar noch von Carina eingeladen, so zum Geburtstag. Nun waren wir gestärkt und konnten uns zu Fuß auf den Weg durch die Stadt machen.

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Wenn man vom Centraal losläuft, kommt man fast unweigerlich ins Rotlichtviertel. Hierfür ist Amsterdam sehr bekannt. In der Stadt gibt es ungefähr 500 Schaufenster, in denen sich halbnackte und nackte Frauen anpreisen. Fotografiert wird hier aus Respekt nicht, doch ich habe auch StreetArt gefunden, die das ganz gut abbildet.

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Durch Zufall kamen wir hier auch beim Erotik-Museum vorbei und beschlossen kurzerhand, ihm einen Besuch abzustatten. Die meisten dort geknipsten Bilder kann ich hier auf keinen Fall veröffentlichen. Es sei aber so viel gesagt: Dinge gibts, die gibts gar nicht!

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Ich war vorher bereits zwei mal in Amsterdam und kannte einige Dinge daher schon, besonders auch die Dichte der Coffeeshops. Man kann ja maximal ein paar Meter gehen und schon steht man wieder vor einem und schon stinkt es wieder nach Gras. Ich mag diesen Geruch einfach nicht. Carina war ziemlich perplex, wie das hier gehandhabt wird und jedes Mal wieder kam ein „oh man, riecht das hier krass“ und Ähnliches über ihre Lippen. Damit wir auch mal einen Shop von innen sehen (das habe ich bei meinen letzten beiden Trips hierher nicht getan), betreten wir einen Shop, trinken einen frischen Minztee und beobachten die Qualmer rund um uns herum. Man kann in einem Coffeeshop konsumieren, muss es aber nicht. Immerhin waren wir nun aber mal drin, in einem!

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Dann ging es zu Fuß weiter zum Dam, wo der Königspalast steht. Auf dem großen Platz davor war gerade Volksfest. Ich vermute, dass dies dem König zu Ehren abgehalten wurde, denn kurz nach unserem Trip hierher war King’s Day. Auf dem Fest gönnten wir uns dann je eine Waffel, denn wenigstens irgendetwas landestypisches wollten wir dann doch zu uns nehmen. Ich habe noch nie so leckere Waffeln gegessen, wobei die mit weißer Schokolade und Erdbeeren klar vor der mit Karamell rangierte.

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Wir hatten ein Tagesticket und konnten so die Trams nutzen, was wir dann auch taten. Vom Dam fuhren wir zum Rembrandtsplein, auf dem das berühmte Gemälde „Die Nachtwache“ mit Skulpturen nachgestellt ist. Um nicht zu viel auf den Beinen zu sein ohne Pause, gönnten wir uns dann eine Pause im Starbucks mit einem leckeren Chai Latte. Hier konnten wir dann auch unsere Smartphones wieder mit Strom versorgen für weitere Bilder. Nach einer Weile ging es weiter in Richtung Leidseplein.

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Es dämmerte bereits und wir wollten ins überall angeschriebene HardRock Café. Seit meinem Trip durch Kalifornien besuche ich die Schuppen ganz gerne, obwohl sie unglaublich teuer sind. Wir finden einen Platz in der Bar und bestellen uns je einen Cocktail. Wir legen Wert darauf, ein bisschen etwas Ungewöhnlicheres zu bestellen und sind von unserer Wahl begeistert. Als wir den Schuppen wieder verlassen, ist es bereits komplett dunkel und am Leidseplein ist alles bunt beleuchtet. Im Sommer herrscht hier reges Treiben und auch jetzt waren viele Menschen unterwegs, doch die Außensitzflächen waren noch recht leer.  Der Wind war unangenehm frisch und so hätte ich auch nicht außen sitzen wollen, aber hier entlang zu laufen mit all den bunten Werbereklamen, das war noch drin.

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Dann ging es in die Straßenbahn und später in die Metro, zurück ins Hotel. Es war inzwischen spät und nach dem langen Tag waren wir auch entsprechend müde. Und nach einem Tag auf den Beinen wurde es auch Zeit, die herrliche Glasdusche in unserem Zimmer zu testen. Die wärmte uns dann auch gleich wieder auf, nachdem wir nach unserem ewig wirkenden Fußmarsch doch etwas fröstelten. Nach der Dusche fielen wir ins Bett.

Am nächsten Morgen ging es dann hoch in die 18. Etage zum Frühstück mit tollen Blick über die Stadt. Schade, dass das Hotel so weit außerhalb liegt, sonst wäre der Blick sicher noch viel toller gewesen. Für mich war es schon eine kleine Herausforderung, so direkt neben der Glasfront zu sitzen und in Ruhe zu frühstücken, während es zehn Zentimeter neben mit so weit nach unten ging. Das Buffet war gut augestattet mit diversen Broten und Belägen, bereits belegten Sandwiches, Müsli, Pancakes und Zubehör sowie diversen warmen Speisen in Richtung English Breakfast. Wir mögen das ja und so gab es Rührei, Baked Beans, Würstchen und Tomaten. Herrlich!

Nach dem Frühstück entdeckten wir dann, dass es einen kostenlosen Shuttle zur Metro gab und wollten diesen nutzen. Leider ließ sich die Dame extrem viel Zeit, so dass wir nicht mehr zur geplanten Zeit am geplanten Ort erscheinen konnten. Das war aber auch erst so spät klar, dass wir es auch zu Fuß  nicht mehr geschafft hätten. Zum Glück hatte ich die gewünschte Tour nicht wie vorher angedacht bereits per Smartphone gebucht.

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Zur Amsterdam Arena war es nicht weit und so schafften wir es also zu einer Tour später als geplant. Ich wäre ja wahnsinnig gerne zu einem Spiel gegangen, doch Ajax spielte leider erst am Sonntag, als wir bereits wieder auf dem Heimweg waren. Im Ajax Experience war ich bereits vor zwei Jahren und die Stadionführung besuchten wir nun, es ist also klar, dass hier jetzt nur noch ein Match fehlt. Erst wurden wir via Film in die Historie des Vereins und des Stadions eingeführt und dann bei der Führung konnten wir in den Innenraum des Stadions, in den Raum für die Pressekonferenz, wir haben die Logen gesehen und die Kommandozentrale. Am Ende der Führung fragte ich nach den Kabinen, und dann wurde mir gesagt, dass sie gerade nicht zu betreten sind, weil sich die Spieler von Ajax nach dem Abschlusstraining hier befinden. Ich hatte zuvor auf der Website nachgelesen und dort stand, dass bis 10.30 keine Kabinenbesichtigung möglich sei, also hatte ich um 12 durchaus damit gerechnet und im Vorfeld gesagt hatte das auch keiner. Schade! Dennoch ein Erlebnis, eine tolle Arena!

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Nach der Arena gab es dann für uns ein kulinarisches Schmankerl. Überall in Amsterdam findet man Essen aus dem Automaten an Frittenbuden. Wir zogen uns eine Frikandel und eine gefüllte Krokette. Die Kroketten gibt es in allerlei Varianten, mit Kartoffelbrei und Hähnchen oder mit Gemüse und Rindfleisch. Das Zeug ist wirklich lecker!

Mit der Bahn ging es dann weiter ins Zentrum und dort machten wir uns auf die Suche nach den Tulpen. In Amsterdam ist Tulpenfestival und wir haben es am Vortag einfach nicht gefunden. An mehreren Standorten wurden über 500000 Tulpen gepflanzt. Kaum zu glauben, dass man sie übersehen kann. Doch auf dem Weg zu Heineken fanden wir endlich welche, und die waren wirklich schön!

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Ein Besuch in der Heineken Brauerei ist in Amsterdam einfach ein Muss, und so kam ich zu meinem dritten Besuch dort. Inzwischen war ich nicht mehr ganz so anfällig für das gigantische Marketing, Carina allerdings stellte fest, dass Heineken schmeckt! Einen kleinen Negativpunkt habe ich hier zu vermelden, denn zwei meiner Lieblingsstationen wurde entfernt. Es gab hier Sessel, in die man sich gemütlich legen konnte. Sie hatten eine Art Dach mit Monitor, auf dem man sich alle Heineken Werbespots aller Zeiten ansehen konnte. Ich tat dies auch bei meinem ersten Besuch und fand es gigantisch. Wo sieht man heute schon Werbespots aus den Siebzigern? Bei der anderen Station konnte man seine liebsten Champions League Momente noch mal ansehen. Wie gerne sehe ich dieses Elfmeterschießen, in dem Liverpool den Cup holt, nachdem man zur Halbzeit schon 0:3 gegen den AC Milan zurück lag. Dennoch lohnte sich der Besuch absolut, schon alleine auf Grund der Schiffahrt durch die Grachten. Auch hier gab es eine kleine Änderung. Früher wurde alles Mögliche über die verschiedenen Gebäude auf dem Weg erzählt, heute handelt es sich um eine stumme Fahrt. Am Ende unserer Fahrt wurden wir von einer weiteren Mitarbeiterin von Heineken in Empfang genommen und zum Brandstore geleitet. Wir nahmen unser Geschenk entgegen, und das ist eine klare Steigerung! Während ich bei meinen letzten beiden Besuchen je einen Flaschenöffner in die Hand gedrückt bekommen hatte, gab es nun ein Glas. Daumen hoch!

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Im Anschluss hatten wir schon ganz schön Hunger, es war bereits früher Abend und somit Zeit für eine vernünftige Mahlzeit. Dabei lief uns ein Wagamama über den Weg beziehungsweise wir liefen direkt an einem vorbei. Ich kenne diese Kette aus London und mag sie ganz gerne, deswegen entschlossen wir uns für einen Besuch und aßen richtig leckere asiatische Gerichte.

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Der Plan für heute besagte, dass wir nun noch mal ins Hotel zurück fahren, dort ein bisschen zu relaxen und dann zum Party machen los zu ziehen. Um 23 Uhr fährt der letzte Shuttle zur Metro, und den wollten wir nehmen. Im Hotel legten wir uns ein bisschen hin und stellten unseren Wecker auf 22 Uhr. Der Wecker klingelte auch, und ich drückte die „Schlummer“-Taste. Beim zweiten Weckerklingeln habe ich ihn wohl versehentlich ausgeschalten. Das ist für mich sehr unüblich, zeigt aber wie platt ich nach zwei Tagen auf den Beinen in einer so großen Stadt war. Um 23.05 Uhr wachte dann Carina auf und weckte mich. Wir hatten den Shuttle verpasst. Die ganze Strecke wieder laufen, nachdem wir heute schon fast 15 Kilometer in den Beinen hatten? Das konnten wir uns so gar nicht vorstellen. So haben wir also tatsächlich unser Weggehen verschlafen!

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Am nächsten Morgen waren wir dementsprechend ausgeruht. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es für uns ein weiteres Mal in die Innenstadt, wir erkundeten noch die Fußgängerzone und einige kleine Gassen und Gässchen, bevor wir mit dem Zug zum Flughafen fuhren.

Eingecheckt hatte ich uns vorsichtshalber schon deutlich früher, so dass wir nur noch mit den Bordkarten auf dem Handy durch den Security Check mussten und alles verlief in geregelten Bahnen. Wir starteten recht pünktlich und dann: nach ungefähr zwanzig Minuten Flugzeit informierte uns der Kapitän über eine technische Störung, auf Grund derer wir nun umkehren und wieder in Amsterdam landen würden. Nach insgesamt gut 40 Minuten in der Luft landeten wir also wieder, Amsterdam. Die Flugzeit nach Nürnberg hätte 50 Minuten betragen. Immerhin hat KLM eine Menge Maschinen in Schiphol stehen, so dass wir sehr schnell in eine neue Maschine gepackt wurden. Beim Einsteigen entdeckte ich einen seltsamen kleinen schwarzen Fleck am Flugzeug, aus dem munter eine Flüssigkeit tropfte. Ich twitterte das Bild und fragte nach, was das sei. Immer wieder erhielt ich Standardantworten, dass man mir gerne behilflich sei, und auch 24 Stunden später kam noch eine derartige Antwort. Eine Antwort auf meine Frage habe ich leider nicht erhalten.

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Es ging alles gut, wir starteten sehr schnell und landeten sicher in Nürnberg, doch vertrauenerweckend ist das nicht gerade, wenn man eben eine Sicherheitslandung hinter sich hat und dann in ein offensichtlich beschädigtes Flugzeug einsteigen soll. Ich gehe davon aus, dass diese Beschädigung nichts Tragisches ist, aber ich habe sie gesehen, und als Laie weiß ich natürlich nicht, welche Beschädigungen welche Auswirkungen haben können. Dass man mir erst zusichert, sich um mein Anliegen kümmern zu wollen, dann um Flugnummer und Foto des Schadens bittet, um mir am Ende keine Antwort zu geben sondern eine dämliche Standardantwort hin zu knallen, wirft kein gutes Licht auf KLM. In Kombination mit den Unfreundlichkeitserlebnissen vom Hinflug müsste KLM wohl schon Einiges tun, um mein Vertrauen zu gewinnen. Bis dahin heißt es für mich wann immer möglich ohne KLM.

Ich bedanke mich bei Blacklane Limousines für die Wiedergutmachung der gescheiterten Kooperation in Stockholm und bei Surprice Hotels (HRS) für den Gutschein, den ich für den Gewinn des Fotowettbewerbs im letzten Jahr erhalten habe. Natürlich schreibe ich hier meine eigene Meinung und berichte von dem, was ich erlebt habe. Und ich glaube, in diesem Post wurde das auch ganz gut deutlich.

1 Comments

  1. Mal wieder ein toller Beitrag und ich erinnere mich zu gerne an dieses Wochenende 🙂 <3

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