Geschenke für Reisefreaks

3. Dezember 2017
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Jedes Jahr sprechen ganz viele Menschen davon, dass Weihnachten immer mehr zu reinem Kommerz verkommt, auch ich. Warum ich trotzdem über die idealen Weihnachtsgeschenke für reisende Menschen schreibe ist auch ganz einfach. Für mich muss es eigentlich gar kein Weihnachtsgeschenk sein. Ich schenke gerne, unabhängig von speziellen Tagen, oft sogar gerade eben nicht an diesen Tagen. Einen Tag vor dem Valentinstag oder ein paar danach oder auch einfach so zwischendurch. Nur an Weihnachten und am Geburtstag, da halte ich mich an die Daten. Mir geht es dabei aber nicht um möglichst viele, möglichst große und möglichst teure Geschenke. Mir geht es um das Schenken an sich, das Freude bereiten.

Mir kommt dabei eine Szene aus den Harry Potter Filmen in den Sinn. Harrys Cousin Dudley hat Geburtstag, das ganze Wohnzimmer ist mit Geschenken voll gepackt. Dudley stürmt ins Zimmer, scant den Geschenkeberg und schreit „wie viele sollen das sein?“. Er bekommt zur Antwort „36!“ und beschwert sich „aber letztes Jahr waren es 37“. Dass eines seiner Geschenke besonders groß ist, interessiert ihn nicht die Bohne. Und wie handeln seine Eltern? Sie trösten ihn damit, dass sie ein weiteres Geschenk kaufen gehen. So kommt es mir häufig eben auch in der Realität vor.

Ich arbeite mit Menschen, die nicht so viel haben. Auch hier schenken wir gerne, wir vom Team beschenken auch unsere Jugendlichen aus unserer eigenen Tasche. Jeder für die Jugendlichen, für die er speziell zuständig ist. Es ist schön, diese Freude zu erleben, und obwohl sie kaum etwas haben, schenken sie oft auch eine Kleinigkeit für das Team. Wir erwarten das nicht, aber sie tun es gerne. Auch sie haben verstanden, dass es nicht um Kaufen geht sondern um die Freude beim Schenken.

Natürlich hat mich nun das nahende Weihnachtsfest erst wieder auf den Gedanken gebracht, mich mit Geschenken auseinander zu setzen und mal zu überlegen, worüber ich mich eigentlich freuen würde. Immer freuen würde, nicht nur an Weihnachten. Oder was ich habe und wahnsinnig gerne nutze, was sich dann ja vermutlich auch für andere Reisende sehr eignen würde.

 

1.) Lightload Handtücher


Die Lightload Handtücher gibt es in verschiedenen Größen. Ich habe ein Dreierpack in der Größe 30 x 60 cm und ein großes Handtuch mit 90 x 150 cm. Damit war ich zum Beispiel in Indien bestens ausgerüstet und konnte nur mit Handgepäck reisen. Die Handtücher sind beim Kauf absolut zusammengepresst. Als sie geliefert wurden, waren sie auf 3 x 1 cm und ca 1,5 x 5 cm komprimiert. Ihre wahre Größe entpuppen sie erst nach dem Auspacken. Doch auch dann lassen sie sich noch klein zusammen legen. Man braucht vielleicht ein Zehntel des Platzes, was ein normales Handtuch der gleichen Größe brauchen würde. Perfekt für kleines Gepäck.

Das Material ist Microfaser, es trocknet also sehr sehr schnell. Auf der Haut fühlt es sich angenehm an. Das Material ist sehr dünn, nimmt Wasser aber trotzdem gut auf. Nur bei der ersten Benutzung fühlt es sich noch etwas steif an.

 

 

2.) Lonely Planet

Den Lonely Planet verwende ich persönlich am liebsten auf Reisen. Im Vorfeld überlege ich mir mit seiner Hilfe und Instagram eine Route, und unterwegs benötige ich ihn für spontane Geschichten und Adressen. Ich markiere mir vorher alles für mich Interessante farbig und finde es so schnell wieder. Gerade beim Backpacken ist ein Lonely Planet sehr hilfreich und rettete mich schon einige Male. In Indien beispielsweise sind zuverlässige Reiseagenturen aufgelistet, mit denen ich diverse Touren gebucht habe. Und auch Tipps zur Unterkunft habe ich beherzigt.

Natürlich macht es keinen Sinn, einfach mal irgendeinen Lonely Planet zu schenken. Ich möchte vielleicht nach Thailand und du schenkst mir Italien? Wenig passend. Man sollte also ein wenig von den Gedanken und Planungen des Beschenkten wissen, um das Richtige zu treffen. Der hier abgebildete Lonely Planet schreibt über angesagte Ziele für 2018, die im Kommen sind. Wer also noch vor den Touristenmassen dort sein will, der liegt mit diesen Ideen genau richtig.

 

 

3.) Schnorchelset

Für mich als Taucher ist ein Schnorchelset in dieser Liste natürlich ein absolutes Muss. Schnorcheln lohnt sich sehr oft, auch bei unvermuteten Stellen in Europa, beispielsweise auf Malta oder an der kroatischen Küste. Und für exotische Ziele gilt dies umso mehr. Das hier gezeigte Schnorchelset ist ein Produkt der Marke Scubapro, auf die ich große Stücke halte. Das Set ist allerdings aus dem unteren Preissegment. Es ist solide und sicher, hat aber keine speziellen Features. Man kann damit definitiv anständig schnorcheln. Ob die Maske passt, lässt sich übrigens ganz einfach testen. Man legt die Maske an, ohne das Band um den Kopf zu ziehen. Dabei muss man darauf achten, dass keine Haare zwischen Maske und Haut sind. Wenn die Maske passt und man einatmet, dann saugt sich die Maske am Gesicht fest. Man kann dann auch an ihr ziehen, sie hält. Entfernen lässt sie sich ganz einfach durch Ausatmen.

Wer etwas mehr investieren und so Specials wie verspiegelte Gläser haben möchte, der sollte dieses Set nehmen: Spectra Set Taucherset Schnorchelset Maske Spectra und Schnorchel Spectra von Scubapro (Schwarz/Verspiegelt)

 

 

4.) Reiseliteratur

Ich bin generell ein großer Fan von Reiseliteratur und habe schon viele ähnliche Werke verschlungen. Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ wurde auch verfilmt, aber dabei wurde doch einiges verändert, und besonders charmante Szenen wurden seltsam zusammen geschnitten. Daher also lieber das Original. Wir haben es als Hörbuch und können an manchen Stellen bereits mitsprechen, so oft haben wir es schon gehört. Wer über den Jakobsweg oder generell Streckenwandern nachdenkt, der ist hier auf jeden Fall richtig.

Ein weiteres Highlight habe ich noch zum Thema Indien. Das ist zwar kein Reisetagebuch, aber eine wahre Begebenheit mit unglaublicher Beschreibung von Orten und Kultur in Indien. Ein ehemaliger Strafgefangener flüchtet aus seiner Heimat nach Indien und taucht dort unter. Die Geschichte ist spannend und geheimnisvoll. Bei meinem Trip in Indien habe ich gerade in Mumbai einige der Schauplätze des Buchs besucht. Du findest das Werk hier: Shantaram.

 

 

5.) Externe Festplatte
Im digitalen Zeitalter machen wir oft viel zu viele Fotos. Sie zu sortieren und vor Allem auszusortieren ist aber ein langwieriger Prozess, für den man auf Reisen oft keine Zeit hat. Speicherkarten sind dann schnell voll und mir ging es in der Vergangenheit schon oft so, dass ich Bilder löschen musste, um überhaupt neue aufnehmen zu können. Dank unheimlich großer SD-Karte hat sich das nun für mich geändert, dennoch habe ich noch eine externe Festplatte. Sie ist mein Backup aller Fotos, die ich auf Reisen gemacht habe. Unterwegs lässt sie sich leicht an den Laptop oder das Netbook oder das Ipad anstecken, was auch immer man eben dabei hat. Und selbst wer ohne Computer reist, ein Internetcafé gibt es so gut wie überall. Gerade in Backpackerzonen sind sie sehr häufig anzutreffen. So nutzt man zehn Minuten einen Computer und sortiert zuhause in Ruhe aus.

 

6.) Weltkarte zum Rubbeln

Ich gebe zu, ich habe immer noch keine! Vielleicht schenke ich mir die mal selber. Es gibt verschiedene Varianten, ich mag diese hier sehr gerne. Sie beinhaltet auch die Nationalflaggen der Länder, so dass gleichzeitig noch Bildung betrieben wird. Neuerdings gibt es ähnliche und wunderschöne Karten auch speziell für Sportler, beispielsweise für Kletterer oder Taucher. Diese sind zwar nicht zum Freirubbeln, dort sind dann aber besonders tolle Spots verzeichnet.

Tauchen: DIVE MAP – Taucher-Weltkarte von Awesome Maps / Ausführung: Deutsch / Wiederbeschreibbar

Klettern: Climbing Map | Kletter-Weltkarte, illustrierte Land-Karte mit den besten Klettergebieten, Routen & Crags der Welt. Poster f. Kletterer, von Sport-Klettern bis Bouldern, wieder-beschreibbar, 97,5×56 cm

Ski/Board: snowtripmap – die besten Skigebiete der Welt, illustrierte Weltkarte: Die höchsten Berge, besten Skigebiete, beste Schnee, liebevolle Illustrationen … einem einzigartigen Format. Legende Englisch

Yoga: YOGA – WELTKARTE von Awesome Maps

 

7.) Flugkonformer Kulturbeutel
Auf Flügen darf man nur noch sehr begrenzt Flüssigkeiten mitnehmen. Angst vor flüssigen Sprengstoffen und Giften hat nach den Anschlägen vom 11. September 2001 für diese Regelung gesorgt. Es ist also schon seit 16 Jahren so, dass Flüssigkeiten rigoros aussortiert werden. Dennoch sehe ich immer wieder Leute am Flughafen, die sich darüber ärgern, dass ihnen nun das so teure Shampoo oder Ähnliches weggenommen wird.

Dafür habe ich die Lösung. Wir benutzen kleine Fläschchen und Dosen und haben alles in einer durchsichtigen wiederverschließbaren Kulturtasche. So muss man am Flughafen nicht mehr extra umpacken. Sollten die umgefüllten Cremes und Seifen auf der Reise nicht leer gemacht werden, benutzen wir sie einfach zuhause weiter bis sie leer sind.

 

 

9.) Solarladegerät

Ein Solarladegerät habe ich mir vor ein paar Jahren gewünscht, als ich immer wieder vor dem Problem stand, dass meine Akkus vom Smartphone nicht für einen ganzen Tag Strom liefern, vor Allem wenn es aktiv benutzt wird. Geocachen, Kartendaten, zwischendurch Social Media und natürlich Fotografieren, das kostet unheimlich viel Strom. Ich bin gerne den ganzen Tag auf Achse und häufig vergesse ich dabei auch Pause zu machen (wo ich ja theoretisch in einem Cafe oder Ähnlichem an die Steckdose könnte). Besonders beim Wandern bin ich daher froh über dieses Ladegerät. Erstmals benutzt habe ich es auf dem Fränkischen Jakobsweg. Man kann das Ladegerät selbst auch via USB aufladen, aber gerade dass es mit Sonnenlicht geladen wird macht es ja so besonders. Beim Laufen habe ich es mir an den Brustgurt meines Rucksacks gehängt, das hat wunderbar funktioniert. Für alle Camper oder Radtourer oder Weitwanderer ein optimales Geschenk!

 

 

 

10.) Steckdosenadapter


Die Welt hat viele Normen, doch selbst bei weitreichenden Dingen (im wahrsten Sinn des Wortes) konnte man sich nicht auf ein System einigen. Meter und Meilen sind hier ein gutes Beispiel. Noch viel schlimmer ist es beim Thema Steckdosen. Überall gibt es ein anderes System. Selbst innerhalb von Europa haben wir Unterschiede, beispielsweise die Schweiz und England haben ein anderes System als wir in Deutschland. Ich habe inzwischen eine Vielzahl unterschiedlicher Adapter. Besser wäre gewesen, ich hätte mir gleich einen universellen Adapter besorgt, der dann auch alles abdeckt.

Dieser Adapter beinhaltet auch gleich noch USB-Ports, damit man auch die Netzteile der Ladegeräte zuhause lassen kann. Gerade wer mit kleinem Gepäck reist, liegt hiermit definitiv richtig.

 

 

 

11.) Nackenkissen
Nachdem ich sehr häufig anstrengende Touren auf mich nehme und teilweise auch Nächte am Flughafen verbracht habe, habe ich mir irgendwann einmal ein Reisekissen gekauft. Meines kann man wenden und dabei zwischen der Form Nackenkissen und normales Kissen wechseln. Das hielt ich für wahnsinnig praktisch, das normale Kissen verwende ich jedoch nie. Das Nackenkissen kommt aber sehr häufig mit auf die Reise. Egal ob im Bus, im Zug oder im Flugzeug, damit schläft es sich einfach besser und länger als ohne, und der Nacken wird auch nur halb so steif wie wenn man ohne Kissen schläft – im besten Fall gar nicht mehr! Nackenkissen gibt es auch aufblasbar, das habe ich anfangs benutzt. Dabei hat mich aber immer das Material gestört. Schlafen auf Mikroperlen finde ich um ein Vielfaches angenehmer. Dafür nehme ich sogar in Kauf, dass man es eben nicht so klein verpacken kann.

 

 

12.) Sun Safe
Sehr häufig werde ich gefragt, wie ich auf Reisen mein Geld oder meine Kreditkarten verstecke. Meist muss ich sagen, dass ich mit diesem Thema bisher sehr leichtfertig umgegangen bin. Oft habe ich Geld und Kreditkarten an unterschiedlichen Orten im Hotelzimmer versteckt, zum Beispiel zwischen Kleiderschrank und Wand. Ich hatte bisher eigentlich immer Glück, aber gerade in Schwimmbädern und an Seen wurden einige Freunde von mir schon öfter beklaut. Auf einmal war das Handy weg.

Vor Kurzem habe ich aber eine wirklich geniale Idee gefunden, wie man sich mit einem kleinen Trick schützen kann. Das hier sieht nämlich aus wie Sonnencreme, ist aber keine. Es ist sozusagen Tarnung für Wertgegenstände. Geniale Idee!

 

 

 

13.) Lomo Kamera

Lomographie ist die künstlerische Schnappschussfotografie. In diesem Fall handelt es sich um einen Action-Sampler, den ich gerade für Reisen als optimal empfinde. Die Kamera macht durch ihre vier Linsen sozusagen Serienbilder eines Bewegungsablaufes und packt diese auf eine Fotografie. Im Lieferumfang befindet sich auch eine Art Anleitung, wie man zu wunderbaren Actionfotos kommt. Man muss allerdings wissen, dass es sich hier nicht um digitale Fotografie handelt, sondern das Ganze oldschool mit eingelegten Filmen und Entwickeln und so abläuft.

Ich selbst hatte noch nie eine Lomo, habe aber mit der Kamera einer Freundin schon experimentiert, und mit ein bisschen Einarbeiten erhält man klasse Ergebnisse.

 

14.) Video Stabilisator
Wer schon einmal gefilmt hat, der kennt das: wunderschöne Aufnahmen sind so verwackelt, dass man leider nichts erkennen kann. Dies lässt sich nun ändern. Ein Video Stabilisator ist ein wunderbares Gadget. Es gibt sie in den verschiedensten Ausführungen, für Mobiltelefone oder auch für große Kameras. Diese Version hier ist für Spiegelreflexkameras der Marken Sony, Nikon und Canon, allerdings passen auch die meisten Kompaktkameras. Der Tragegriff ist gepolstert, es wird also auch in der Hand nicht unangenehm. Zusätzlich kann auch ein Blitz montiert werden.

Aufnahmen werden durch die Verwendung deutlich stabilisiert, auch etwas sportlichere Aktionen sind auf diese Weise möglich. Angeblich funktioniert das Ganze ja sogar bei Dingen wie Snowboarden und Mountainbiken. Solche Hardcore-Einsätze würde ich aber trotzdem nicht wagen, aber nicht auf Grund des Bildmaterials, sondern weil ich Angst um meine Kamera hätte. Ein Sturz ist ja nicht gerade materialfreundlich.

 

15.) Reisetagebuch
Jetzt oute ich mich mal. In der Vergangenheit habe ich immer Erinnerungen gesammelt, und zwar nicht nur in Worten aufgeschrieben, sondern auch mit Erinnerungsstücken gepaart. Scrapbooking nennt man das. Ich habe einige Bücher zuhause, die ich mit alten Stücken vollgeklebt habe. Eintrittskarten, Bonbonpapierchen, Ärmbänder, Speisekarten, der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Meine Fußballtickets sind natürlich nochmal ganz anders organisiert, fein säuberlich aufgeklebt und mit Spieldaten versehen, in eine Klarsichtfolie gepackt und diese wiederum in einem Ordner verstaut. Irgendwann bin ich auf digitalisierte Erinnerungen umgestiegen, habe aber immer noch eine kleine Box für besondere Tickets. Doch schon vor einer Weile bin ich zusätzlich zu handgeschriebenen Notizen zurück gekehrt. Das ist vor Allem dann praktisch, wenn man keine digitalen Geräte zum Schreiben dabei hat (wie ich in Indien, ausschließlich Smartphone, kein Laptop oder sowas in der Art).

Dieses Reisetagebuch bietet Platz zum Schreiben und Stauraum für Erinnerungsstücke, die man dann zuhause anständig sortieren kann. Auch Kreditkarten können darin verstaut werden, zusätzlich hat es also auch eine praktische Seite. Viel wichtiger ist mir dabei aber, dass es seine Erinnerungsfunktion erfüllt.

 

16.) Kindle

Ich war sehr lange ein Gegner von Amazons Kindle. Ich war der Meinung, dass ich Papier in den Händen halten möchte, wenn ich lese. Ein Buch ist doch etwas Klassisches, ich empfand es so ungefähr als Schändung von Kulturgut, unabhängig davon wie viele Schundbücher es gibt. Dann hatte ich die Möglichkeit, ein Kindle der älteren Generation von einer Freundin zu bekommen. Gebraucht natürlich, aber in perfektem Zustand und mit Schutzhülle. Und spottbillig. Ich wollte es einfach mal ausprobieren.

Zuhause lese ich immer noch gerne so richtige echte Bücher. Aber unterwegs definitiv nur noch mit Kindle! Es ist einfach so viel praktischer. Es nimmt nicht so viel Platz weg wie ein Buch, und wenn man ein schneller Leser ist – so wie ich – braucht man unter Umständen ja sogar einige Bücher im Gepäck. Ich erinnere mich daran, dass ich schon als Kind während einer Woche Bettruhe mit Mumps ungefähr zehn Bücher verschlungen habe. Dicke Bücher für Kinderverhältnisse, zum Beispiel die „Fünf Freunde“. Nach Italien hab ich mir als Teenie Grishams „Die Firma“ mitgenommen und dann war ich nach zwei Tagen fertig. Und was machte ich die anderen 12 Tage? Nichts! Ich hätte mir ja ein Buch kaufen können, auf italienisch aber. Mit dem Kindle ist das auch kein Problem. Buch fertig? Neues holen, ganz einfach, ohne mehr Gewicht. Und genauso funktioniert das auch, wenn man möglicherweise gerade so gar nicht in Stimmung für den einen Titel ist. Dann wählt man eben einen anderen aus. Ohne eine Auswahl mitnehmen zu müssen.

 

17.) Schweizer Taschenmesser

Es mag altmodisch klingen, hat mir aber schon so einige Male aus der Patsche geholfen. Ein Schweizer Taschenmesser ist eben nicht nur ein Messer, sondern ein richtiges Werkzeug. Gerade die kleine Schere und den Flaschenöffner habe ich schon sehr oft benutzt, selbst die Säge kam schon zum Einsatz.

Früher dachte ich immer, ein Schweizer Messer sei sauteuer. Das stimmt aber gar nicht. Vielleicht lag die Einschätzung einfach am Zustand meines kindlichen Geldbeutels. Im Alltag habe ich es nicht immer dabei, aber wenn ich auf Reisen bin, ist es so gut wie immer mein Begleiter. Ganz besonders gilt das fürs Zelten.

 

18.) Flasche mit Wasserfilter
Ich erinnere mich an meinen Aufenthalt im Sanjay Gandhi National Park in Indien. Ich hatte mir vorgenommen mit dem Fahrrad zu den Kanheri Caves zu fahren. Eigentlich gar nicht so weit weg, aber es war eben die indische Mittagshitze und das Fahrrad ohne Gangschaltung. Meine Wasserflasche innerhalb kürzester Zeit fast leer, ich noch ewig von den Caves entfernt, alleine mitten in der Pampa. Hätte ich so eine Flasche an Bord gehabt, dann hätte ich aus dem Bach trinken können. Eine Wasserreinigungstablette hatte ich nämlich sogar dabei in Indien, aber da hätte das Wasser erst noch stundenlang stehen müssen.Der eingebaute Filter hätte das Wasser gefiltert, und zwar ungefähr 1000 Liter lang, und das ohne chemische Zusätze. Danach kann der Filter ganz simpel getauscht werden. Ich hätte die Flasche fast 2000 mal mit Wasser füllen können.

Gerade wer beim Wandern nicht literweise mitschleppen will, ist hiermit wirklich gut bedient. Trinken aus dem See oder dem Bach ist mit dem LifeStraw kein Problem mehr.

 

 

19.) Trinkblase
Auf kürzeren Wanderungen ist das hier mein Retter. Zwei Liter passen in diese Trinkblase, die im dafür vorgesehenen Fach in meinem Rucksack steckt. Durch eine Öffnung wird der Schlauch gelegt und so habe ich das Wasser praktisch immer vor Augen. Ich trinke eigentlich recht viel, aber gerade unter Belastung dann deutlich zu wenig. Ich denke nicht daran, Pause zu machen und die Flasche auszupacken. Das hat bei mir schon sehr oft immense Kopfschmerzen verursacht, die dann migräneartig sind und bis zum Übergeben führen. Seit ich die Trinkblase habe sieht das ganz anders aus.

Man kann sie auch unterwegs sehr einfach öffnen und wieder befüllen, einfach mit Leitungswasser. So reicht sie oft auch uns Beiden, weil wir dann beispielsweise in den Bergen an einer Alm wieder aufgefüllt haben. Ich selbst habe sie von Wanderfreaks empfohlen bekommen und die Anschaffung noch nicht eine Sekunde bereut.

 

 

20.) Fatboy

Schon als ich zum ersten Mal ein Video dieser unglaublich bequemen Fatboys gesehen habe war ich begeistert. Es dauerte nicht lang, bis ich nicht mehr widerstehen konnte und für uns zwei Varianten bestellt habe. Wir waren sehr gespannt auf das erste Benutzen und sofort überzeugt.

Die Fatboys mit Luft zu füllen ist wirklich nicht viel schwieriger, als es im Werbefilm wirkt. Sich dann auf ihnen niederzulassen ist einfach unsagbar bequem. Wir haben sie natürlich nicht immer im Gepäck, aber sie sind schon einige Male zum Einsatz bekommen. Beispielsweise beim Tauchen für die Oberflächenpause und am See und bei größeren Veranstaltungen wie dem Classic Open Air Festival. Dabei wäre ich im letzten Sommer sogar fast eingeschlafen! Verpackt sind sie auch sehr schnell wieder, einfach öffnen und die Luft raus lassen. Das dauert fünf Sekunden und danach muss nur noch anständig zusammen gerollt werden.

 

 

 

Offenlegung: Ich verkaufe die hier angepriesenen Produkte nicht selbst, verdiene daran also auch kein Geld. Auch habe ich keinerlei Bezahlung erhalten, die Liste ist eine Mischung aus meinen Erfahrungen mit Reisegadgets und meinen eigenen Wünschen. Wenn du an einem Artikel interessiert bist und auf einen Link klickst, dann wirst du zum entsprechenden Produkt auf Amazon geleitet. Wenn du dann dort bestellst, erhalte ich eine kleine Provision von Amazon. Das soll mir helfen, den Blog zu finanzieren. Es ist nämlich nicht so, dass Reiseblogger einfach nur Schmarotzer sind, die wochenlang nur herumlungern und dafür nur drei Bilder posten. Sowohl die Technik also auch größtenteils die Reisen zahle ich aus eigener Tasche, investiere jedes Jahr mehrere hundert Euro alleine in das Hosting der Website. Du hilfst mir bei einer Bestellung durch deinen Klick also, den Blog aufrecht zu erhalten. Vielen Dank!

1 Comments

  1. Liebe Naninka,
    eine richtig tolle Zusammenstellung mit Dingen, die jeder Reisende brauchen kann.
    Allerdings das Solargerät wirft bei mir Fragen auf. Ich habe noch keins gefunden, was wirklich funktioniert hat.
    Allerdings bei der aktuellen Laufzeit des Handys… wird es immer nötiger.

    Liebe Grüße,
    Katja

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