Kulturshop in Oberhausen

28. November 2014
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Mit einem tollen Frühstück in unserer Pension stärkten wir uns für den nächsten Tag. Das Frühstück war besser als erwartet, sehr vielseitig und umfangreich. Ein Grund mehr, die Pension voll zu empfehlen. Wer also eine Unterkunft in Essen sucht, ist bei der Pension am Zollverein gut aufgehoben.

Es ging ein paar Kilometer weiter nach Oberhausen. Dort war unser erster Programmpunkt der Gasometer. Ich dachte immer, im Gasometer könne man samstags tauchen, und als ich dann dort war konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie das funktionieren soll, wo denn da das ganze Wasser sein soll. Schließlich ist der Gasometer innen mit einer Galerie und einer großen Lichtinstallation besetzt. Später stellte ich fest, dass man in Duisburg tauchen kann, nicht in Oberhausen.

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Zuerst besuchten wir die Ausstellung „Der schöne Schein“ in der zweistöckigen Galerie. Ich muss sagen, dass das Gasometer eine hervorragende Location dafür ist. Zwischen all den Stahlbalken und Querstreben werden einzelne Kunstwerke mit Spots angestrahlt. So ist der Gesamtraum recht dunkel und wirkt ein bisschen geheimnisvoll.

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Was ich etwas schade finde ist, dass die Bilder keine Originale sind sondern nur Prints. Dennoch einige richtig gute Teile dabei.

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 Dann gehen wir ins dritte Stockwerk und da wirds richtig genial. Wir finden eine große Treppe mit Sitzsäcken quer drüber. Dort lassen wir uns nieder und dann wird es sogar warm. Man muss nämlich wissen, dass man in einem Gasometer zwar innen ist und somit wind- und wettergeschützt, allerdings in unbeheiztem Raum. Und das wird dann doch auch ganz schön kalt im Winter. Leider war es nicht möglich, die Lichtinstallation zu filmen oder zu fotografieren, da unsere Linsen nicht lichtempfindlich genug dafür sind. Ich rate einfach jedem, einfach selbst hinzufahren und sich das Ganze anzusehen!

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Dann ging es im Panoramaaufzug nach oben, ins zehnte Stockwerk. Hardcore für mich. Ich schaffte es ganz gut, indem ich absolut nicht nach unten sah. Im Großen und Ganzen war es ja dunkel, aber die Lichtinstallation zeigte mir dann doch, wie hoch ich schon war. Ich blickte stur leicht nach oben, so habe ich es dann geschafft. Raus aus dem Aufzug und raus aus der Tür. Und dann macht es Wooooosh. Nein, das schaff ich nicht. Ich wollte rauf aufs Dach. Da hätte ich noch weiter gemusst auf den Treppen, und das ist einfach too much. Ich schaffe es, auf der kleinen Plattform vor der Tür stehen zu bleiben und ein paar Bilder zu knipsen. Mehr aber nicht. Schade, aber auf der anderen Seite hab ich den Panoramaaufzug überstanden, und das ist ja auch schon mal was.

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Dann mussten wir nur noch ums Eck, denn wir waren im Tryp Oberhausen einquartiert. Das Tryp befindet sich strategisch gut, wenn man zum Gasometer, ins Centro und am Abend ins Stage Metronom Theater will, alles ist zu Fuß in wenigen Minuten zu erreichen. Von der Innenstadt sieht man allerdings nichts. Doch wir haben ja auch noch was vor. Wir wollen nämlich Shoppen gehen, und dafür ist das Centro absolut geeignet. Ich habe noch nie ein so großes Einkaufszentrum gesehen.

Erst mal gibts aber noch nen Snack zwischendurch, und wir bleiben hier endlich mal im Pott, glauben wir zumindest. Currywurst und Pommes rot-weiß.

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Danach Shoppen wir nicht nur sinnlos, sondern wir bereiten uns auf unseren Dezember-Trip nach Schweden vor. Ich habe nicht mal eine vernünftige Jacke, und Carinas ist ein bisschen kaputt. Also müssen zwei ordentliche Jacken her. Die bekommt ihr dann im Dezember direkt zu sehen, wenn sie im Einsatz sind. Ein paar Kleinigkeiten, die wir schon lange haben oder besorgen wollten gab es auch noch, und vollbepackt mit Tüten geht es dann zurück ins Hotel, fertig machen fürs Musical.

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Unser Abendessen nehmen wir im hotelinternen Restaurant La Trattoria ein. Es mundet und der Service ist schnell und freundlich. Dann ab zu Fuß zu Sister Act im Metronom, acht Minuten Weg haben wir vor uns. Wie blöd, dass es regnet, zumal ich völlig ohne Jacke unterwegs bin und Carinas Jacke nur sehr dünn ist.

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Wir kommen pünktlich und begeben uns auf unsere Plätze. Das Theater ist längst nicht ausverkauft, zur Pause switchen wir dann die Plätze weiter in die Mitte. Die Vorführung ist gut, besonders die Hauptdarstellerin überzeugt. Die Stücke gefallen uns, aber wir sind auch etwas enttäuscht, dass keine Musikstücke aus dem Film auftauchen, zumal die Story exakt die gleiche ist wie im Film. Gelohnt hat es sich trotzdem, ein schöner Abend!

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Ausklingel ließen wir ihn an der Hotelbar, wo wir noch eine nette berühmte Bekanntschaft machten, die wir allerdings gar nicht kannten. Erst im Nachhinein informierten wir uns, nachdem wir schon seine Erzählungen gehört hatten. Liebe Grüße an Tommo von Kabel Eins.

Ins Tryp Hotel wurden wir von Ruhr.Tourismus eingeladen, vielen Dank hierfür! Auch die Ruhrtopcard, mit der ich den Gasometer eintrittsfrei besuchen konnte, bekam ich von Ruhr.Tourismus zur Verfügung gestellt. Natürlich bin ich aber nicht käuflich und schreibe hier meine ehrliche Meinung über unsere Erlebnisse.

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