Wandern mit Wonne – Mar

15. Januar 2014
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Und dann gehts am nächsten Morgen nach dem viel zu frühen Aufstehen (in den Augen der größeren Kids) auch noch zum Wandern…. ein paar Meckerziegen verstummen dann doch wieder relativ schnell, wir haben tatsächlich Spaß. Am meisten schimpft glaube ich meine Zimmernachbarin :-)

sommerfreizeit201212Zwischendurch fehlt uns ein Kind, und ich jogge zum Bescheid sagen zwischen Gruppenanfang und Gruppenende den Berg hoch, wieder runter und dann gleich nochmal hoch. Somit hab ich mir glatt nen Laufkilometer beim geplanten Joggen gespart. Eine kleine Gruppe Jugendlicher verweigert die Wanderung und bleibt einfach in der Ortschaft sitzen. Daher verweigern wir die Busfahrt zurück zum Haus, was ungefähr 5 Kilometer Strecke sind. Damit wir auf der sicheren Seite sind, biete ich  nach 10 Kilometern Wanderung an, die Jungs zu begleiten. Die wollen das nicht wirklich, hatschen aber grob hinter mir her. Nur einer macht sich richtig gut und dann ziehen wir Tempo ordentlich an und legen die 5 Kilometer, die nahezu komplett bergauf gehen im Eiltempo zurück.

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Dann bin ich doch ziemlich platt und wünsche mir fast das Schwimmbecken für mich, so wie ich das am Morgen noch vor dem Frühstück für eine Stunde hatte. Dafür war ich natürlich eine Stunde früher aufgestanden. Die Kinder fragen auch nach dem Pool, und obwohl ich so platt bin, habe ich das Gefühl, dass mir Wasser gut tun würde und so stürze ich mich in die Fluten, gemeinsam mit einer Horde kleiner Zwerge und einer Kollegin. Im fliegenden Wechsel kommt später noch eine Gruppe größerer Jungs und ich kann trotz Tohuwabohu wieder ein wenig entspannen und gewinne zudem noch den „wer kann am längsten unter Wasser bleiben“-Wettbewerb. Zum Abendessen verlassen wir das Schwimmbad wieder und im Anschluss bringe ich zwei kleineren Jungs Poker bei. Der Kollege vermutet bei mir heute unerschöpfliche Kräfte und ich fürchte, da bin ich tatsächlich wieder angekommen. Ein sehr seltsamer Modus! Das ist Freizeit, alles geht, Müdigkeit gibts schon nur noch so halb und man läuft wie auf Autopilot. Jawohl, Freizeit, ich bin hier!

Am nächsten Morgen vermuten bei mir alle Muskelkater, ich habe aber nichts dergleichen, nur schmerzende Blasen an beiden Fußballen und beiden Fersen, 5 Stück insgesamt. Die hatte ich auch vor der Wanderung schon und sie waren mit Blasenpflaster abgeklebt, was aber nicht half, weil bei der Wanderung die Socken beschlossen haben, sich mit den Blasenpflastern zu verbünden und ich mich mühsam wieder von beidem trennen musste. Trotzdem versuche ich es am nächsten Tag erneut mit Blasenpflastern und klebe zumindest zwei davon ab, um wenigstens normal laufen zu können. Den Vormittag über muss ich aber nicht laufen sondern nur Stadt Land Fluss spielen und hochhaushoch gewinnen.

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Den Nachmittag genieße ich von vorne bis hinten! Warum? Ich packe meine Badesachen und wir fahren nach Ulm ins Wonnemar. Im Gepäck haben wir die Großen, die alle schwimmen können und die sich aufteilen in Springen, Rutschen und Chillen. Etwas schwierig war lediglich der Anfang an der Kasse, weil die Dame dort mit meiner Massenbestellung absolut überfordert war. Eins, zwei, drei, viele… wie viele jetzt komplett und wieviele davon erwachsen und wie viele ermäßigt und so weiter. Am Ende ist es uns dann zu blöd und wir buchen notfalls einfach Sauna nach, falls Jemand doch noch in die Sauna will. Wir wollen auf jeden Fall, aber wir lassen den Jugendlichen den Vortritt und verschaffen uns erst mal einen Überblick. Wer ist wo, wer macht was.

Nachdem das klar ist, chillen wir auch erstmals, wollen ins Außenbecken. Das ist aber so eiskalt, dass wir dann doch noch in den Thermalbereich wechseln und dort ins Außenbecken gehen, wo wir auf wunderbaren Blubberblasen liegen. Dann wieder der Überblick und danach gehts erst mal nen Kaffee trinken, wir werden also langsam entspannt und gleichzeitig wach. Viele der Jugendlichen kamen dann zu uns, hier nen Keks, da was zu trinken. Als alle ausreichend versorgt und happy sind und sich wieder ins Wasser aufmachen, gehen wir dann mal hoch in die Sauna. Jetzt genießen wir! Zwei Saunagänge, einer davon sogar mit Kids. Tut uns wirklich gut und so können wir danach wieder anpacken. Wieder zuhause wird Abendgegessen, wurde für uns aufgehoben, weil wir mal wieder etwas länger unterwegs waren. Nach dem Essen Poker und dann gibt es zum Abschluss wieder lustige Geschichten von den Jugendlichen beim gemeinsamen Ausklang des Abends.

sommerfreizeit201218Am nächsten Tag heißt es für mich früh aufstehen, ich will joggen und tu das auch. Ganz schön hart, meine Muskeln sind müde, die Beine machen ganz schnell dicht. So mach ich grad mal 2,5 Kilometer und danach geht es kurz nacktbaden im Pool, alleine. Es geht gar nicht ums Schwimmen, obwohl ich ein paar Bahnen mache. Hauptsächlich geht es mir um Entspannung für die Muskeln, ich massiere meine Waden und lege mich ins Wasser. Allerdings nur kurz, denn es ist ja Frühstückszeit. Bereite auch heute mein eigenes Frühstück.

Dann höre ich plötzlich: wir gehen gar nicht wie vorher angedacht zum See sondern wir gehen WANDERN!

sommerfreizeit201216Ich mag Wandern, aber dann wäre ich vielleicht nicht unbedingt vorher joggen gegangen. Naja, okay, wir packen Proviant und auf gehts. Eine ellenlange Anfahrt führt uns zu unserem Ausgangspunkt. Direkt dort besteigen wir gleich einen kleinen Berg und besichtigen eine Höhle, ohne teure Führung für wenig Gebotenes sondern einfach rein. Sie ist nicht besonders groß, aber trotzdem schön. Dann geht es ein paar Meter weiter, und noch gibt es kein Gemeckere, da dort gleich die nächste Höhle wartet. Dort laufen momentan Ausgrabungen, daher war ein Teil der Höhle abgesperrt. Wieder unten angekommen gab es erst mal Picknick und immer noch sind alle glücklich, vor Allem über die Lollies. Und wieder gehts weiter, laufen und laufen und laufen. Ich finde das toll, sommerfreizeit201215aber die Meisten beginnen langsam zu meckern, aber die letzte Höhle nach einem etwas kniffligeren Anstieg (zumindest für die Kleinen) lohnt sich und entschädigt für die ziehenden Muskeln beim Kraxeln. Wir gehen gleich oben weiter und begeben uns nicht den Weg zurück und landen eigentlich versehentlich aber relativ schnell doch wieder auf dem unteren Weg und es geht wieder zurück. Das ist auch gut so, denn wir haben mittlerweile keine Getränke mehr und es ist heiß. Die Gruppe reißt immer mehr auseinander. Unsere letzte Notwasserflasche ist in Sandras Rucksack, der am Rücken eines Jugendlichen hängt, schätzungsweise 500 Meter vor uns. Bei unserer Gruppe geht aber so gut wie nichts mehr, also jogge ich vor zur Rettung und hole die Wasserflasche. Wir teilen schluckweise auf. Das erinnert mich an Wasserverteilung nach einem Flugzeugabsturz in der Wüste, so wie man es aus den Filmen kennt. Letzten Endes schaffen wir es mit Kleinen auf den Schultern doch zurück zu den Bussen und dort gibt es noch Getränke. Wir sind also gerettet.

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Zur Abkühlung fahren wir gleich direkt an den See. Dort wird gechillt und zum Teil auch geschwommen. Ich bin die meiste Zeit mit Rommé beschäftigt. Nach einer Stunde fahren wir wieder zurück zum Haus, es gibt Abendessen und alle hauen ordentlich rein. Nach dem Essen springe ich mit den größeren Mädels in den Pool und es entstehen wieder lustige Spring- und Tauchfotos. Diesen Abend ziehe ich mich relativ früh zurück, mir ist nicht schon wieder nach Geschichten von den Jugendlichen. Mal alleine im Zimmer tut auch gut.

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