Blindsee zum Zweiten

10. Januar 2014
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Zwei Mal im Jahr organisiert meine Tauchschule und mein bevorzugter Tauchanbieter tauchausflug.eu eine Tour zum Blindsee in Österreich. Der See liegt nahe des idyllischen Örtchens Lermoos, was wiederum direkt hinter der Grenze zwischen Deutschland und Österreich liegt, nicht weit weg von Garmisch.

Nun ist es wieder so weit, und diesmal sieht die Organisation ein bisschen anders aus. Mein Tauchlehrer Jochen befindet sich auf einer Erstbetauchung eines Wracks in Italien, das auf ca 100 Meter Tiefe liegt. Einer seiner Helfer übernimmt die Blindseetour, und ich übernehme den Transport. So beladen wir meinen Kombi mit Flaschen und Anzügen und Blei, Jackets und dergleichen. Ich bin sicher, dass das Auto ganz schön überladen ist, und man merkt das auch an den Fahreigenschaften.

Der Guide für den heutigen Tag und ich fahren gemeinsam, und darüber bin ich auch froh. Nach einem Tauchtag alleine 300 Kilometer nachhause fahren zu müssen ist Horror, zumal ich nach dem Tauchen immer wahnsinnig müde bin.

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Brigitte (so taufen wir die Dame aus dem Navigationsgerät) bringt uns ohne Umwege nach Lermoos und wir treffen uns im Café Ducatisti mit unseren Mittauchern.

Vorn dort an geht es direkt zum See und nach kurzem Briefing auch schon ins Wasser.

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Das Wetter könnte besser sein, immer wieder ziehen Wolken auf, und so ist es unter Wasser ziemlich düster. Auch empfinde ich es heute als relativ kalt, und ich bin nicht temperaturempfindlich. Weder in die eine, noch in die andere Richtung. Auffällig ist auch der Wasserstand des Sees. Es gab wenig Schnee im letzten Winter, und das sieht man dem See auch an, der Pegel ist deutlich niedriger als sonst. Als wir unten angekommen sind haben wir drei Meter weniger als beim letzten Besuch. Auch an der Hütte am Einstieg sieht man den Unterschied.

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Unter Wasser ist aber alles beim Alten, außer dass wir das kleine verfallene Paddelboot erst beim zweiten Tauchgang finden. Wir wussten, dass es auf 0 Grad liegen soll, doch ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass wir ein paar Meter weiter nach links müssen, und da war es dann auch. 

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Der Unterwasserwald ist jedes Mal faszinierend, und besonders schön wurde es, als die Sonne raus kam. Die Strahlen unter Wasser sind ein traumhafter Anblick, ich liebe die Reflektion und den Lichteinfall.

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Nach diesem immer wieder tollen Anblick und ein paar lustigen Stunden mit der Gruppe sowie vor Allem für mich wahnsinnig entspannenden Tauchgängen ging es wieder zurück. Auch die Rückfahrt verlief problemlos und nach dem Ausladen ging es dann auch meinem Auto wieder gut.

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6 Comments

  1. Super schön!!!

    • Ja, sehe ich auch so. Empfehle ich jedem Taucher. Man muss sich aber auf recht kühle Wassertemperaturen gefasst machen, ein Bergsee eben. 10 Grad, wenns gut läuft.

  2. Tolle Sache in einem See zu tauchen! Es steht schon lange auf meiner Liste, aber ich habe bisher noch keinen Tauchkurs gemacht. Mal sehen, ob ich das dieses Jahr durchziehe…? 🙂

    • Gute Idee, das mal zu machen. Mach den Kurs im Sommer, dann ists temperaturtechnisch auch gar nicht schlimm 🙂 und ich empfehle, den Kurs definitiv im Kaltwasser zu machen, also nicht im Meer. Wer im Kaltwasser tauchen lernt kann es überall. Wer es im Meer lernt hat im See oft Probleme.

  3. Wow, das klingt echt super. Nun möchte ich auch dort tauchen gehen, obschon ich kaltes Wasser überhaupt nicht mag und am liebsten in Boardshorts und Rashguard tauche 😉

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